(Börse) Der DAX kletterte in der vergangenen Handelswoche unter nur leichten Gegenreaktionen weiter stetig nach oben in Richtung der psychologisch, wichtigen 6000 Punktemarke. Das Ziel der Bullen indes ist klar. Diese wollen den Index entsprechend der freundlichen Kursentwicklung einiger großer Leitindices, die bereits neue Jahreshochs erreichten, ebenfalls in die Nähe des bisherigen Jahreshochs (6094) bringen. Im Freitagshandel erreichte der Index ein Hoch bei 5989 Punkte und befindet sich damit in direkter Reichweite zur 6000 Punktemarke. Im Rahmen eines insbesondere beim nachhaltigen überschreiten dieser Kursmarke einsetzenden, weiteren Shortsqueeze, sollte es dann zumindest zum antesten des Jahreshochs (6094) kommen.
Nicht wenige Marktteilnehmer reiben sich nun angesichts einer fundamental weiterhin nicht begründeten, positiven Kursentwicklung verwundert die Augen und stehen staunend am Seitenrand und schauen den Ereignissen zu. Hier liegt nicht unerhebliches Überraschungspotential bereit, den es gilt nun diese Marktteilnehmer davon zu überzeugen, das es keine größeren Rücksetzer mehr gibt und der Zug bereits weiter Fahrt aufnimmt. Dies kann nur gelingen wenn es im DAX zu keinen größeren Einbruch, insbesondere unter die bekannten MoB`s kommt, so daß diese Marktteilnehmer dann unter Zugzwang (Gier) geraten und einsteigen.
Bisher zumindest hält sich der Index an diesen Fahrplan.
Entsprechend der letzten großen Prognose (22.02.10), kam
es vor dem aktuellen Kursanstieg angesichts eines zu
pessimistischen Sentiments zu kurzzeitig deutlichen
Abgaben, ohne dabei allerdings die MoB zu unterschreiten.
Dies war der erwähnte „Abverkauf“. Nur wenige Punkte
oberhalb drehte der Index bei 5518 Punkte wieder nach oben
ab und lief nun den Akteuren davon. Diese
erwartungsgemäß „rasch anziehenden Notierungen“
überraschten nun die Bären (zu pessimistische Stimmung)
und zwangen diese, sich zumindest teilweise von ihren
Engagements zu trennen, was die Kurse zusätzlich
anfeuerte und weiter nach oben trieb. Insbesondere bei
einem nachhaltigen überschreiten der 6000 Punktemarke auf
Wochenbasis (EoW), wird es zu einem weiteren Shortsqueeze
kommen, in deren Folge dann auch das Jahreshoch 6094
Punkte aktuell zumindest angetestet wird.
Auch auf Jahressicht (Jahresausblick 2010, Szenario 2)
hält sich der Index weiterhin an den Fahrplan. Dieser sah
mittelfristig vor, das der Index zu Beginn des Jahres
leicht korrigiert, dabei allerdings die 5505 Punktemarke
nicht unterschreitet (das Tief wurde bei 5518 gehandelt)
und anschließend wieder nach oben abdreht sowie infolge
dann neue Zwischenhochs (> 6200) erreicht. Erst nach
erreichen dieses neuen Hochs, alternativ bei einem
vorzeitigen unterschreiten der 5505 Punktemarke, sollte es
zu einer weiteren, größeren Abwärtsbewegung kommen.
Dieser mittelfristige EW-Fahrplan wird derzeit vom DAX
nahezu Lehrbuchmäßig eingehalten. Dies führt bei
Notierungen oberhalb der weiter hinten genannten MoB`s zu
weiteren Zugewinnen.
Das Sentiment hat sich durch die Extensionen der beim
Zwischentief 5518 Punkte begonnenen Aufwärtsbewegung
etwas zugunsten der Bären verschoben. Insbesondere
nachdem diese ihre Positionen angesichts eines
davonlaufenden DAX aufgelöst hatten, kam es zu einer
Zunahme der optimistisch eingestellten Marktteilnehmer.
Diese Zunahme der bullisch eingestellten Marktteilnehmer
befindet sich derzeit jedoch weitgehend im normalen
Bereich und hat eine sogenannte Übertreibungsphase noch
nicht erreicht. Erst wenn es unter den Bullen zu einer Art
„Kaufzwang“ kommt, liegt diese Phase vor und im DAX
dürfte das Hoch in greifbarer Nähe sein. Um diesen
Kaufzwang bei den Akteuren auszulösen bedarf es fester
Notierungen, die nur kurzzeitig von marginalen
Gegenreaktionen unterbrochen werden. Was liegt also von
Seiten der großen Marktteilnehmer näher, den Index über
die 6000 Punktemarke zu heben um infolge dann, genau
diesen Effekt auszulösen. Es bleibt dabei; deutlichere
Abgaben werden sich hingegen erst durchsetzen, wenn die
Bullenquote ordentlich zunimmt.
Im Freitagshandel konnte der Index noch einige Punkte
zulegen und ein neues Zwischenhoch (5989) generieren.
Trotz eines angestiegenen, bullischen Sentiments befindet
sich der Index nun in direkter Reichweite des Jahreshochs
(6094) und kann dieses in den kommenden Handelstagen,
insbesondere bei Notierungen über der MoB 5861 Punkte
auch rasch erreichen. Innerhalb der laufenden
Aufwärtsbewegung kam es zu einer weiteren Extension, die
nun im Index zu einer (kurzzeitigen) Überhitzungsphase
führte, die in den kommenden Handelstagen aktuell jedoch
abgebaut wird. Ob für die Bären mehr daraus wird, zeigt
sich im aktuellen Rücklauf und den dabei gebildeten
Wellenstrukturen. Die Bären sollten jedoch bei
entsprechenden Engagements weiterhin ggf. das
unterschreiten der entsprechenden MoB`s abgewarteten.
Mittelfristig wird die (noch) laufende Aufwärtsbewegung
aufgrund der vorliegenden Wellenstrukturen weiterhin
korrektiv eingeordnet was derzeit auch durch den
tatsächlichen Handelsverlauf weiter bestätigt wird.
EW-Technisch kam es zu der in der Vortagesprognose
erwähnten Ausdehnung innerhalb der Teilwelle „v`“.
Ausgehend vom Zwischenhoch der Teilwelle „iii`“ bei
5946 Punkte kam es im Rahmen der korrektiven Teilwelle
„iv`“ zu leichten Kursabgaben. Innerhalb dieser
Abwärtsbewegung wird das Tief 5913 Punkte der Teilwelle
„a“, das Hoch 5954 Punkte der überschießenden
Teilwelle „b“ und das Tief 5906 Punkte der Teilwelle
„c“ zugeordnet. ...
Für den weiteren Handelsverlauf impliziert dies
insbesondere bei Notierungen ...
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