Entgegen aller Logik konnten die Börsen trotz negativer Wirtschafts- und Wachstumsprognosen weiter ansteigen. Die Gründe sind auch bekannt und rasch aufgezählt. Es ist die Hoffnung der Marktteilnehmer auf einen baldigen Wirtschaftsaufschwung und ein Ende der Finanzkrise. Nachgeholfen wird der Erwartungshaltung dieser Marktteilnehmer durch gute Quartalsergebnisse der berichtenden Finanz-Unternehmen, aufgrund geschönter Rahmendaten, die in der Realität jedoch nicht, auch nicht ansatzweise, vorhanden sind. Die Auswirkungen in der Realwirtschaft werden in nächster Zeit deutlich spürbarer. Damit einhergehend dann auch wieder eine geänderte Erwartungshaltung der Marktteilnehmer, die sich dann an der Nase herum geführt vorkommen. Das Mittel der Bilanzpflege erfüllt bisher jedenfalls noch seinen Zweck. Die Marktteilnehmer müssen unbedingt, koste es was es wolle, bei Laune gehalten werden. Verkehrte Welt mit höchst offizieller Regierungszustimmung.
Schon jetzt lässt sich erahnen, was insbesondere auf die
Exportlastigen Länder künftig zukommen wird. Der gesamte
Handel der Stahlverarbeitenden Unternehmen ist in den
ersten Monaten global komplett eingebrochen. Mittlerweile
gehen einzelne Unternehmen, nach Entlassung der
Zeitarbeiter und vorübergehender Kurzarbeit dazu über,
die Produktion auf das unbedingt erforderliche Mindestmaß
herunterzufahren. In der Praxis bedeutet dies für die
Beschäftigten, das lediglich an wenigen Tagen im Monat
noch gearbeitet wird. In der Konsequenz führt dies bei
unveränderter Ausgangslage zu einer deutlichen Erhöhung
der Erwerbslosenzahlen in nicht gekanntem Ausmaß, mit den
bekannten Folgen für die gesamte Realwirtschaft. Die
Masse der Bevölkerung geht weitgehend ihren
Tagesgeschäften nach und nimmt allenfalls die Systemkrise
eher nebensächlich wahr. Wie lange das noch gut geht, ist
lediglich eine Frage der Zeit.
Zum Handelsverlauf ...
In der abgelaufenen Handelswoche kannte der Index nur eine
Richtung, die nach oben. Das Sentiment ist noch nicht
bullisch genug und muß weiterhin durch Kurskosmetik
überzeugt werden. Zwar kam es in der vergangenen Woche zu
einem leichten Anstieg der optimistisch, eingestellten
Marktteilnehmer, die Hemmschwelle der Bären ist jedoch
noch zu groß um schon die Seiten zu wechseln, hinein ins
Bullenlager. Die Marktteilnehmer sind noch zurückhaltend
und trauen dem Braten (noch) nicht. Man darf gespannt
sein, wie sich die Kurse bei einem Seitenwechsel der
Marktteilnehmer, im Bereich der weiter hinten genannten
MoB`s verhalten werden. Aktuell schaut es so aus, als
gäbe es keine günstigeren Einstiegskurse mehr um in den
Zug nach Norden einzusteigen.
EW-Technisch wird die Kursreaktion im Freitagshandel einer
niedergradigen Teilwelle „iii` der v“ (v der b`)
zugeordnet. Die dem Hoch folgende Korrekturbewegung (abc)
wird einer Teilwelle „iv` der v“ (v der b`)
zugeordnet. Aktuell befindet sich der Index in der
abschließenden Teilwelle „v` der v“ ( v der b`).
Diese Teilwelle hat bisher im regulären Handel ein Hoch
bei 4668 Punkte erreicht. Die Zählung ist im Chart sehr
schön aufgeschlüsselt. Das Hoch bildet nach dem
unterschreiten der 4400 Punktemarke den Abschluß der
kompletten Aufwärtsbewegung der Teilwelle „c der
iv“.
Für den weiteren Handelsverlauf impliziert dies ...
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