Die Stimmung der Marktteilnehmer kippt so langsam. Die Kurssteigerungen, angetrieben durch vermeintlich und überraschend über den schon niedrigen Erwartungen der Volkswirte liegenden und trotzdem noch negativen Konjunkturdaten, führten im Rahmen mehrerer Übertreibungsphasen den Index in die Höhe. Die Euphorie der Marktteilnehmer kannte keine Grenzen und nun wird die Luft zusehendes dünner und der Index braucht ein Sauerstoffgerät. Eine rückläufige Wirtschaft und ein Wachstum auf einem sehr niedrigen Niveau, werden künftig zu ernsthaften Schwierigkeiten bei den Unternehmen führen, trotz aller Zahlenspielereien, die in der Vergangenheit dann bevorzugt an den Märkten zu wahren Freudensprüngen führten. Kurzarbeit, Entlassungen und Betriebsschließungen werden in den kommenden Monaten zu deutlichen Umsatzrückgängen bei den Unternehmen führen und ihre Spuren in den Quartalsergebnissen hinterlassen. Parallel dazu werden dann auch die staatlichen Stützungsaktionen für insbesondere größere Unternehmen nach und nach nicht mehr realisierbar sein. Schon heute schwindet die Akzeptanz dazu bei der breiten Bevölkerung. Das Prinzip heißt Hoffnung. Mit vermeintlich gutem Newsfloor wird Kurspflege betrieben, mit nur einem einzigen Zweck. Die Marktteilnehmer sollen glauben, daß das gröbste bereits überstanden ist. Spätestens im Herbst wird die Realität auch an den Börsen zurückkehren.
Zum Handelsverlauf ...
In der abgelaufenen Handelswoche lieferte der DAX
weiterhin eine starke Vorstellung. Im Feiertagshandel
(Montag) kam es zum Rebreak der 5111 Punktemarke. Bis zum
Handelsende erreichte der Index in einem dünnen
Feiertagshandel ein Hoch bei 5177 Punkte. Die sich daran
anschließenden Gewinnmitnahmen können bisher angesichts
der zuvor erzielten Kurssteigerungen als moderat
bezeichnet werden. Wirkliche Abwärtsdynamik sieht anders
aus. Die beginnenden Abwärtskorrekturen waren bisher nur
auf das Minimum beschränkt. Schaut man sich die
Wellenstrukturen genauer an erkennt man auch den Grund.
Die niedergradigen Wellenstrukturen waren immer noch
unvollständig. Zwar entwickelten sich im Chartbild
mehrere teils gegensätzlich zu interpretierende
Keilformationen und auch in der aktuellen Wellenebene
befindet sich der Index erneut in einer solchen
Dreiecksformation die zudem zur Oberseite hin, bei
Notierungen oberhalb der MoB 5054 Punkte noch etwas Luft
hat. Positiv für die Bären ist, das es den Bullen trotz
großer Anstrengungen und Hilfe von der Newsfloor-Front
nicht gelungen ist, die 5111 Punktemarke auf Wochenbasis
zu bestätigen. Im Freitagshandel fiel der Index erneut
unter diese Marke.
Es nutzt alles nichts. Die beim Tief 3588 Punkte begonnene
Aufwärtsbewegung läßt sich weiterhin nur korrektiv
abzählen und ist Teil einer größeren, noch laufenden
Korrekturformation, die in den kommenden Monaten den Index
in niedrigeres Kursterrain zurückführt. Im
mittelfristigen Chartbild ist es im Bereich 5111 Punkte im
Wochenverlauf zu einer Wellenüberschneidung gekommen.
Bereits im Gesamtausblick vom April 2009 wurde auf die
Konsequenzen eines solchen Wellenüberschneidung
aufmerksam gemacht. Angesichts der nun vorliegenden
Versagerwelle „v“ ergeben sich für den weiteren
Kursverlauf der kommenden Monate, die schon dort
beschriebenen und immer noch aktuellen Konsequenzen.
Kurzfristig wird bereits ein nachhaltiges unterschreiten der Mob 4981 Punktemarke den Index rasch in niedrigere Kursbereiche bringen und die zuvor erzielten Zugewinne, innerhalb kurzer Zeit teilweise wieder zunichte machen. Ein erster größerer Unterstützungsbereich befindet sich bei 4805 Punkte, ein weiterer knapp oberhalb der 4600 Punktemarke. Beide Kursbereiche werden für die Entwicklung der kommenden Monate von ausschlaggebender Bedeutung sein und verläßlich angelaufen werden.
Für den weiteren Handelsverlauf impliziert dies bei
Notierungen ...
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