Im DAX kam es im Wochenverlauf zu einem vorläufigen Hoch bei 5843 Punkte. Anschließend ging der Index nach den Zugewinnen der Vorwochen, in eine Konsolidierungsphase über. Ob daraus nun eine größere Abwärtsbewegung entsteht, innerhalb derer die vorangegangene Aufwärtsbewegung (3588 / 5843) korrigiert wird, haben die Akteure noch nicht entschieden. Insgesamt verläuft die beim Hoch 5843 Punkte begonnene Abwärtsbewegung zu „gesteuert“, d. h. zu langsam. Zwar ist bei den Marktteilnehmern eine gewisse Unruhe bzw. Unsicherheit zu verspüren, die großen Marktplayer versuchen jedoch derzeit weiter, den Index „kontrolliert“ abzuseilen. Dennoch; einiges paßt aktuell nicht so recht zusammen. Alles steigt; die Indices unter schwachen Umsätzen, die Rohstoffe, die Edelmetalle und zuletzt konnte sich auch der USD wieder etwas stabilisieren.
Sentimenttechnisch hat die Zahl der optimistisch
eingestellten Marktteilnehmer weiterhin zugenommen und
sollte in der neuen Handelswoche zu erhöhter
Aufmerksamkeit führen. Einige bearisch eingestellte
Marktteilnehmer haben die Seite gewechselt und wollen nun
von immer weiter anziehenden Notierungen ebenfalls
profitieren. Die insbesondere bei den US-Indices
beobachtete Euphorie einiger Marktteilnehmer, war im DAX
nicht erkennbar. Dennoch; die großen Marktteilnehmer
setzen derzeit auf eine Jahresendrallye und werden derzeit
nichts unversucht lassen, diese auch zu starten. Auch die
in den vergangenen Handelstagen deutlich gestiegene Zahl
der Bullen scheint diese Erwartungshaltung wiederzugeben.
Auch die Erwartungshaltung einiger institutioneller
Großanleger geht weiter davon aus, das die Regierungen
auch künftig die Finanzmärkte, ggf. mit neuen
Konjunkturprogrammen stützen werden und das die
Leitzinssätze erst in ferner Zukunft wieder angehoben
werden. Ob es unter diesen Voraussetzungen allerdings zu
einer Jahresendrallye kommt, darf bezweifelt werden. Wenn
alle darauf warten, kommt es an den Börsen meist zum
Gegenteil.
Fundamental sind die Kurssteigerungen in den Leitindices
weiterhin durch nichts nachvollziehbar. Die propagierte,
leichte, wirtschaftliche Erholung ist nur durch die von
den jeweiligen Regierungen veranlaßten Konjunkturpakete
zustande gekommen. Diese wirtschaftlichen
Belebungsmaßnahmen laufen nun nach und nach aus und
fordern von den Regierungsverantwortlichen, weiteren
Handelungsbedarf. An der Zinsschraube kann nicht weiter
gedreht werden, ganz im Gegenteil. Kommt es kurzfristig zu
Zinserhöhungen, wird dies direkte Auswirkungen, auf die
wirtschaftliche Entwicklung haben, die dann nahezu
unmöglich wird. Dies wissen auch die
Entscheidungsträger. Die Erwartungshaltung der großen
Marktplayer, an den Besuch von US-Präsident Obama in
China ist groß. Die chinesische Regierung ist sich
unterdessen ihrer Bedeutung durchaus bewußt. Die
Aufwertung der chinesischen Landeswährung YUAN,
gegenüber dem USD, ist ein erstes Zeichen an den Rest der
Welt, das sich China in der Pflicht sieht. Ein erstes
Signal der chinesischen Regierung, sich dem Westen zu
öffnen ist getan. Weitere werden folgen.
Zum Handelsverlauf ...
Im Freitagshandel kam es nach einer kurzfristigen
Zwischenerholung zu weiteren Gewinnmitnahmen, in deren
Verlauf dann auch die 5700 Punktemarke deutlich
unterschritten wurde und blieb. Entsprechend der Prognose
wurde dann der untere Kurszielbereich verläßlich
angelaufen. Unterdessen werden die optimistisch
eingestellten Marktteilnehmer, nach dem nun doch
deutlichen unterschreiten der wichtigen MoB 5758 Punkte,
ungeduldig und unruhig. ...
Für den weiteren Handelsverlauf impliziert dies bereits
bei ...
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