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DAX - Rezession und Depression …

Im DAX kam es in der vergangenen Handelswoche anfänglich zu einem deutlichen Rücksetzer ...

08.12.2008

Die drei US-Automobilhersteller Chrysler, Ford und General Motors sind mit ihrer Forderung nach staatlicher Unterstützung, zum wiederholtem Male vor dem US-Senat auf Widerstand gestoßen. Insgesamt benötigen die drei US-Automobilhersteller eine Liquiditätsspritze von ca. 34 Milliarden USD und das, möglichst rasch. Die von den drei Unternehmen vorgelegten Restrukturierungskonzepte sollen noch vom Bankenausschuss des US-Senats geprüft werden. Eine abschließende Entscheidung steht weiter aus. Hinter verschlossenen Türen hat sich der US-Senat jedoch schon, noch inoffiziell, bereits dazu entschlossen eine erste Liquiditätsspritze von ca. 15 Milliarden USD in den nächsten Tagen zur Verfügung zu stellen. Inzwischen läuft insbesondere Chrysler und General Motors, im Sprichwörtlich, wahrsten Sinne, die Zeit davon. Die beiden US-Automobilhersteller benötigen kurzfristig, ca. 4 Milliarden USD Soforthilfe um die nächsten 14 Tage zu überstehen, danach noch weitere ca. 4 Milliarden USD bis Januar 2009. In den Vorstandsetagen von Chrysler und General Motors wird überlegt, die beiden Unternehmen zusammenzuschließen, um so eine drohe Insolvenz (Chapter 11) noch abzuwenden. Intern werden von General Motors jedoch schon Vorbereitungen getroffen, ggf. auch einen Insolvenzantrag zu stellen, sollten die dringend benötigten ca. 18 Milliarden USD, wider erwarten, durch den US-Senat abgelehnt werden. Ein Vorstandsmitglied schloß einen Verkauf des Deutschen Tochterunternehmens Opel AG aus, da Opel ohne General Motors nicht Wettbewerbsfähig sei. Der US-Automobilhersteller Ford verfügt noch über einige Reserven, so ein Unternehmenssprecher, man sei jedoch äußerst beunruhigt wegen der aktuellen Entwicklung. Sollte es erforderlich werden, so würde man auch staatliche Hilfen in Anspruch nehmen. Die Ratingagentur Moody`s hat die beiden US-Automobilhersteller Chrysler und General Motors erneut herunter gestuft. Der US-Senat muss nun rasch über die weiteren Liquiditätsspritzen entscheiden. Eine Ablehnung der zuerst einmal restlichen ca. 19 Milliarden USD würde die ohnehin schon schwer angeschlagene US-Wirtschaft hart treffen. Unterdessen mahnen Wirtschaftsexperten zur Vorsicht, da zur Rettung der US-Automobilhersteller, neben den bereits beantragten ca. 34 Milliarden USD, zukünftig noch weitere ca. 100 Milliarden USD erforderlich werden können.


An den Märkten zeigen die weltweit von den Noten- und Zentralbanken zur Verfügung gestellten Rettungspakete und Konjunkturprogramme noch nicht die gewünschte und von der US-Notenbank FED erwartete Wirkung. Dennoch hat der Abgabedruck in den Indices, in der vergangenen Handelswoche etwas nachgelassen, sodass dadurch zumindest Technisch, leicht positive Aspekte überwiegen und eine weitere Kurserholung möglich ist. Belastend wirken insbesondere die hohe Unsicherheit über die Zukunft der drei großen US-Automobilhersteller, Chrysler, Ford und General Motors. Die US-Wirtschaft ist stark angeschlagen und die Akteure hoffen auf ein baldiges Wirken der eingeleiteten Rettungspakete und Konjunkturprogramme. Mit den teils deutlichen Leitzinssenkungen der vergangenen Woche erhoffen sich die Marktteilnehmer zudem insgeheim, eine rasche Erholung der Weltwirtschaft.


Auch den Deutschen Automobilbauern brechen die Verkaufszahlen ein. Die Neuzulassungen sinken in nie gekannten Umfang. Alleine die durch die Probleme des US-Mutterkonzerns General Motors, angeschlagene Opel AG, verzeichnet einen Absatzrückgang von über 35 Prozent. Die Deutsche Bundesbank verbreitete mit ihrer Meldung einer möglichen Superrezession weitere Unsicherheit an den Märkten. Sollte die Deutsche Bundesbank damit ausdrücken und die Breite Masse darauf vorbereiten wollen, das es zu einer Verschärfung der Krise (Inflation > Stagnation > Rezession > Depression) kommen könnte, werden noch ganz andere Schwierigkeiten auf die Märkte und die Realwirtschaft zukommen. In diesem Fall haben wir die Tiefs noch nicht gesehen, sodass es im DAX, nach einem kurzen Intermezzo zur Oberseite hin, zu einem raschen Rücksetzer kommen dürfte. Im Klartext bedeutet dies, das ein weiterer, deutlicher Abverkauf erfolgt, in dessen Anschluss dann die schon oft erwähnte und noch ausstehende Bodenbildungsphase einsetzen kann.


Zum Handelsverlauf ...
Im DAX kam es in der vergangenen Handelswoche anfänglich zu einem deutlichen Rücksetzer bis auf ein Verlaufstief bei 4304 Punkte, gefolgt von weiteren Zugewinnen, bei denen in einem volatilen Handelsumfeld ein Zwischenhoch bei 4732 Punkte generiert wurde. Im Freitagshandel wurden dann diese Zugewinne fast komplett wieder abgegeben, der Index konnte sich dennoch (bisher) oberhalb des Unterstützungsbereiches 4304 Punkte halten und stabilisieren. Auf der Unterseite darf für eine weitere Fortführung der Aufwärtsbewegung, die 4304 Punktemarke, nicht vor erreichen eines neuen Zwischenhochs (> 4732) unterschritten werden. Ein unterschreiten bestätigt einen Abschluß der kompletten, vorangegangenen Aufwärtsbewegung und aktiviert nach einem Break der Mob 4285 Punkte, den Unterstützungsbereich 4014 / 4034 Punkte. ...

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Finanzen > Aktien - 06.03.2011 - LeoTrading.de - Elliott-Wave Analysen

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