Nach der Teilverstaatlichung der Commerzbank AG hält der Staat einen Anteil in Höhe von 25 Prozent plus einer Aktie an dem Finanzinstitut. Damit wurde von höchster Regierungsstelle erstmals, eine Bank, die zugleich mit der Übernahme der Dresdner Bank, eine andere Bank übernimmt, durch die Verwendung von Steuergeldern unterstützt. Zukünftig sollen zwei Staatssekretäre in den Aufsichtsrat der Commerzbank AG berufen werden. Der Staat ist damit zum größten Anteilseigner des Finanzinstituts geworden. Nach Bekanntgabe der Teilverstaatlichung fiel die Aktie auf ein Rekordtief und konnte sich auch im Freitagshandel nicht fangen. Unter hohen Umsätzen erreichte die Aktie ein Allzeittief bei 4,47 EUR. Nach der Teilverstaatlichung der Commerzbank AG durch Mittel, des für die Rettung der Finanzinstitute gegründeten Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin), wird Kritik aus dem Leitungsausschuss des Rettungsfonds laut. Die Ausschussmitglieder fordern aufgrund der Verwerfungen an den Finanzmärkten eine Verlängerung der bisher auf 36 Monate begrenzten First zur Übernahme von Wertpapieren und eine Aufhebung der Begrenzung von 5 Milliarden EUR pro Finanzinstitut.
Nach der Leitzinssenkung der Bank of England (BoE) am
Donnerstag beabsichtigt nun auch die Europäische
Zentralbank (EZB) eine weitere Leitzinssenkung
vorzunehmen. Zudem strebt die Europäische Zentralbank
eine zunehmend zentrale Rolle bei der Bankenaufsicht an.
Dies insbesondere unter dem Hintergrund einer weitgehenden
Dezentralisierung der Finanzinstitute des EU-Raumes. Die
EZB könne dabei eine Art „Schiedsrichterfunktion“
einnehmen, um so nationale Konflikte, grenzüberschreitend
zu schlichten. Der Präsident der EZB Trichet betonte, das
die durch die Finanzkrise ausgelösten Probleme, einer
globalen Antwort bedürfen. Insbesondere seien dazu bei
den Finanzinstituten nachhaltige und funktionierende
Kontrollmechanismen zu integrieren.
Zum Handelsverlauf ...
Zum Wochenausklang konnte sich der Index nicht mehr
erholen und gab teils deutlich ab. Kurz nach der
Eröffnung kam es zu weiteren Gewinnmitnahmen, die jedoch
wenige Punkte oberhalb, der für die Bullen wichtigen MoB
4840 Punkte kurzzeitig abgefangen wurden. Anschließend
konnte sich der Index etwas stabilisieren und unter
Schwankungen am Mittag zu einem ersten Versuch ansetzen,
die 4900 Punkte zu rebreaken. Kurz unterhalb kam es bei
der 4891 Punktemarke zu leichten weiteren Abgaben, wobei
der Index infolge wieder, bereits bei 4864 Punkte auf
Unterstützung stieß. Kurz nach der Veröffentlichung der
aktuellen US-Arbeitslosenzahlen konnte der Index rasch ein
Hoch bei 4932 Punkte erreichen, bevor erneute, kräftige
Gewinnmitnahmen, in einer impulsiven Abwärtsbewegung, zum
unterschreiten des Unterstützungsbereiches 4820 Punkte
führten, sodass der Index infolge bis auf ein Tief bei
4743 Punkte nachgab.
Auch in den kommenden Wochen werden weitere Berichtszahlen
der Unternehmen und neue Konjunkturdaten zu einem
Wechselbad der Gefühle unter den Marktteilnehmern und zu
teils volatilen Handelsreaktionen führen. Insbesondere
darin ist ein Rückschlagpotenzial zu sehen, bei dem es
dann auch ...
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