Der Optimismus der Marktteilnehmer schien auch in der abgelaufenen Handelswoche weiterhin ungebremst. Die Bullen treiben den Index von einem Hoch zum nächsten. Insbesondere nach dem Rebreak des einige Handelstage zuvor von den Bären heiß verteidigten Wiederstandsbereich im Bereich 5531 / 5573 Punkte, dürfte nach der zuvor erfolgten, mehrtägigen Abwärtsbewegung (Verlaufstief 5263), die bis dahin im Markt verbliebenen Bären entgültig verschreckt und aus dem Markt geschüttelt haben. Infolge des oben genannten Rebreaks der 5573 Punktemarke kam es dann im Rahmen von mehreren, leichteren Shortsqueezes und den sich daraus ergebenden Extensionen, zu weiteren Zugewinnen, (bisher) bis auf ein neues Jahreshoch bei 5653 Punkte.
Im Zuge dieser raschen Kurssteigerungen ist die Quote der
optimistisch eingestellten Marktteilnehmer weiter nach
oben gegangen. Die großen Marktteilnehmer haben es
demnach wieder geschafft, neue Käufer anzufüttern sowie
in den Markt zu ziehen und verkaufen ihre eigenen
Positionen, auf hohem Level, an diese neuen Käufer. Das
dieses Spiel natürlich nicht endlos funktioniert und so
weitergeht, liegt in der Natur der Sache. Zum einen muß
man sich fragen; weshalb verkaufen diese großen,
institutionellen Marktteilnehmer ihre demnach doch noch
Steigerungsfähigen Positionen frühzeitig und zum
anderen; was erwarten demnach diese großen Mrktteilnehmer
von der künftigen Marktentwicklung. Jedermann sollte sich
im klaren sein, das diese Veranstaltung abrupt zuende
gehen wird. Ein unterschreiten der wichtigen MoB`s wird
uns dies frühzeitig ankündigen. Bis dahin gilt; Finger
ggf. stillhalten und abwarten. Ständig im Markt
investiert zu sein ist ein weitverbreiteter Irrglaube.
Geduld und Beharrlichkeit, gerade auch in eigentlich
eindeutigen Marktphasen, die zudem gegenwärtig durch
vielerlei Newsfloor verzerrt werden, sind unabdingbar.
Noch überwiegt der insbesondere von den Mainstream-Medien
forcierte, positive Newsfloor und an den Märkten wird
jede, nicht so schlecht, wie ursprünglich erwartete
Unternehmensmeldung, als Erfolg einer sich schon wieder
erholenden Wirtschaft gefeiert. Das dem nicht so ist,
wissen natürlich auch die großen Marktplayer. Die
Systemkrise ist zu umfassend, um innerhalb eines knappen
Jahres wieder vorüber zu sein. Wir erinnern uns; vor
knapp einem Jahr nahmen die Verwerfungen mit der Insolvenz
der US-Bank Lehmann Brothers ihren Lauf. Seitdem hat sich
die immer noch bestehende Derivatekrise weiter
aufgebläht, völlig unbeobachtet von den
Mainstream-Medien und wird in Kürze wieder unangemeldet
auf sich aufmerksam machen. Die Talsohle ist noch nicht
erreicht, auch wenn uns dies vielerorts im Vorfeld der in
Kürze stattfindenden Bundestagswahl immer und immer
wieder glaubhaft gemacht werden soll. Zunehmende
Kurzarbeit, zunehmende Unternehmensschließungen,
zunehmende Erwerbslosenzahlen, zunehmende Kreditausfälle,
zunehmende Versteigerungen von Haus, Grund und Boden, um
nur einige Auswirkungen der umfassenden Systemkrise zu
erwähnen, sind keine Anzeichen einer sich schon wieder
erholenden Wirtschaft. Das Prinzip heißt Hoffnung.
Hoffnung das es nicht so schlimm kommt wie von den
Marktinsidern erwartet.
Die alte Börsenweisheit, das der September meist der
schlechteste Börsenmonat des Jahres ist, hat sich bisher
(noch) nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil, aber der Monat
dauert noch etwas und es kann an den Märkten zu raschen,
unangekündigten Ereignissen kommen. Überhaupt sollten
einige Börsenweisheiten, die von Medien-Kommentatoren hin
und wieder zum besten gegeben werden, gerade im
Internet-Zeitalter auf ihre Beständigkeit hin überprüft
werden. Man wird dabei teilweise erstaunliches
feststellen.
Zum Handelsverlauf ...
Im Freitagshandel kletterte der Index weiter die
Kursleiter hoch um die noch ausstehenden Kursmuster,
insbesondere die der niedergradigen Teilwellen (v` der v)
zu komplettieren. Der Unterstützungsbereich (5595) war im
anfänglichen Handelsverlauf zu keinem Zeitpunkt in
wirklicher Erreichbarkeit. Bereits die Eröffnungsphase
erfolgte oberhalb der MoB und der Index generierte direkt
in der Anfangsphase ein neues Jahreshoch. Anschließend
stagnierte die Aufwärtsbewegung und ging in eine
mehrstündige, nur wenige Punkte umfassende Tradingrange
über. Diese Konsolidierungsphase sollte den Bullen die
nötige Kraft für einen weiteren Anlauf auf neue
Jahreshochs liefern und die nur noch vereinzelt im Markt
vorhandenen Bären, in die Flucht drängen. Der Ausbruch
nach oben erfolgte dann wenig überraschend im
Nachmittagshandel, wobei der Index infolge ein Hoch bei
5653 Punkte erreichte. Anschließend kam es zu der dort
erwarteten Korrekturbewegung bis auf ein Zwischentief bei
5613 Punkte, ohne infolge die für eine Fortführung der
laufenden Aufwärtsbewegung relevanten MoB 5616 Punkte
nachhaltig zu unterschreiten.
Im weiteren Handelsverlauf werden die immer noch
unvollständigen Wellenstrukturen komplettiert. Bedingung
dazu ist, da sich der Index klar und deutlich über der
MoB 5593 Punktemarke halten kann und infolge das Hoch 5646
Punkte überschreitet. Das Kursziel der Aufwärtsbewegung
liegt aktuell ...
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