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Ellott-Wave:

DAX - The Show must go on ...

13.09.2009

Der Optimismus der Marktteilnehmer schien auch in der abgelaufenen Handelswoche weiterhin ungebremst. Die Bullen treiben den Index von einem Hoch zum nächsten. Insbesondere nach dem Rebreak des einige Handelstage zuvor von den Bären heiß verteidigten Wiederstandsbereich im Bereich 5531 / 5573 Punkte, dürfte nach der zuvor erfolgten, mehrtägigen Abwärtsbewegung (Verlaufstief 5263), die bis dahin im Markt verbliebenen Bären entgültig verschreckt und aus dem Markt geschüttelt haben. Infolge des oben genannten Rebreaks der 5573 Punktemarke kam es dann im Rahmen von mehreren, leichteren Shortsqueezes und den sich daraus ergebenden Extensionen, zu weiteren Zugewinnen, (bisher) bis auf ein neues Jahreshoch bei 5653 Punkte.


Im Zuge dieser raschen Kurssteigerungen ist die Quote der optimistisch eingestellten Marktteilnehmer weiter nach oben gegangen. Die großen Marktteilnehmer haben es demnach wieder geschafft, neue Käufer anzufüttern sowie in den Markt zu ziehen und verkaufen ihre eigenen Positionen, auf hohem Level, an diese neuen Käufer. Das dieses Spiel natürlich nicht endlos funktioniert und so weitergeht, liegt in der Natur der Sache. Zum einen muß man sich fragen; weshalb verkaufen diese großen, institutionellen Marktteilnehmer ihre demnach doch noch Steigerungsfähigen Positionen frühzeitig und zum anderen; was erwarten demnach diese großen Mrktteilnehmer von der künftigen Marktentwicklung. Jedermann sollte sich im klaren sein, das diese Veranstaltung abrupt zuende gehen wird. Ein unterschreiten der wichtigen MoB`s wird uns dies frühzeitig ankündigen. Bis dahin gilt; Finger ggf. stillhalten und abwarten. Ständig im Markt investiert zu sein ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Geduld und Beharrlichkeit, gerade auch in eigentlich eindeutigen Marktphasen, die zudem gegenwärtig durch vielerlei Newsfloor verzerrt werden, sind unabdingbar.


Noch überwiegt der insbesondere von den Mainstream-Medien forcierte, positive Newsfloor und an den Märkten wird jede, nicht so schlecht, wie ursprünglich erwartete Unternehmensmeldung, als Erfolg einer sich schon wieder erholenden Wirtschaft gefeiert. Das dem nicht so ist, wissen natürlich auch die großen Marktplayer. Die Systemkrise ist zu umfassend, um innerhalb eines knappen Jahres wieder vorüber zu sein. Wir erinnern uns; vor knapp einem Jahr nahmen die Verwerfungen mit der Insolvenz der US-Bank Lehmann Brothers ihren Lauf. Seitdem hat sich die immer noch bestehende Derivatekrise weiter aufgebläht, völlig unbeobachtet von den Mainstream-Medien und wird in Kürze wieder unangemeldet auf sich aufmerksam machen. Die Talsohle ist noch nicht erreicht, auch wenn uns dies vielerorts im Vorfeld der in Kürze stattfindenden Bundestagswahl immer und immer wieder glaubhaft gemacht werden soll. Zunehmende Kurzarbeit, zunehmende Unternehmensschließungen, zunehmende Erwerbslosenzahlen, zunehmende Kreditausfälle, zunehmende Versteigerungen von Haus, Grund und Boden, um nur einige Auswirkungen der umfassenden Systemkrise zu erwähnen, sind keine Anzeichen einer sich schon wieder erholenden Wirtschaft. Das Prinzip heißt Hoffnung. Hoffnung das es nicht so schlimm kommt wie von den Marktinsidern erwartet.


Die alte Börsenweisheit, das der September meist der schlechteste Börsenmonat des Jahres ist, hat sich bisher (noch) nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil, aber der Monat dauert noch etwas und es kann an den Märkten zu raschen, unangekündigten Ereignissen kommen. Überhaupt sollten einige Börsenweisheiten, die von Medien-Kommentatoren hin und wieder zum besten gegeben werden, gerade im Internet-Zeitalter auf ihre Beständigkeit hin überprüft werden. Man wird dabei teilweise erstaunliches feststellen.


Zum Handelsverlauf ...
Im Freitagshandel kletterte der Index weiter die Kursleiter hoch um die noch ausstehenden Kursmuster, insbesondere die der niedergradigen Teilwellen (v` der v) zu komplettieren. Der Unterstützungsbereich (5595) war im anfänglichen Handelsverlauf zu keinem Zeitpunkt in wirklicher Erreichbarkeit. Bereits die Eröffnungsphase erfolgte oberhalb der MoB und der Index generierte direkt in der Anfangsphase ein neues Jahreshoch. Anschließend stagnierte die Aufwärtsbewegung und ging in eine mehrstündige, nur wenige Punkte umfassende Tradingrange über. Diese Konsolidierungsphase sollte den Bullen die nötige Kraft für einen weiteren Anlauf auf neue Jahreshochs liefern und die nur noch vereinzelt im Markt vorhandenen Bären, in die Flucht drängen. Der Ausbruch nach oben erfolgte dann wenig überraschend im Nachmittagshandel, wobei der Index infolge ein Hoch bei 5653 Punkte erreichte. Anschließend kam es zu der dort erwarteten Korrekturbewegung bis auf ein Zwischentief bei 5613 Punkte, ohne infolge die für eine Fortführung der laufenden Aufwärtsbewegung relevanten MoB 5616 Punkte nachhaltig zu unterschreiten.


Im weiteren Handelsverlauf werden die immer noch unvollständigen Wellenstrukturen komplettiert. Bedingung dazu ist, da sich der Index klar und deutlich über der MoB 5593 Punktemarke halten kann und infolge das Hoch 5646 Punkte überschreitet. Das Kursziel der Aufwärtsbewegung liegt aktuell ...


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Finanzen > Aktien - 06.03.2011 - LeoTrading.de - Elliott-Wave Analysen

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