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DAX - Das US-BIP ...

Elliott-Wellen - DAX-Analyse

03.11.2008

DAX - Das US-BIP und ein anderes Wirtschaftsbarometer ...


Die neuerliche Leitzinssenkung der US-Notenbank FED am vergangenen Mittwoch um 50 Basispunkte, von zuvor 1,50 Prozent auf nunmehr 1,00 Prozent, zeigt erneut den Ernst der Lage. Daran ändert auch die tägliche Flutung der Finanzmärkte durch die US-Notenbank FED mit ca. 300 Milliarden USD nichts. Die privaten Konsumenten und nun auch die Unternehmensinvestitionen brechen derzeit kräftig nach unten weg. Das tatsächliche Ausmaß, der laufenden Finanz- und Vertrauenskrise, wenn diese Bezeichnungen im aktuellen Marktzustand überhaupt noch zutreffen, zeigt ein Blick auf den vom Chicago Reserve Board herausgegebenen CFNAI-Index (Chicago Fed National Activity Index). Dieser Konjunkturindikator zeigt die wirtschaftlichen Aktivitäten an. Ein Wert von 0 zeigt eine langfristige wachsende Volkswirtschaft, ein Wert > 0 zeigt eine hohe Wachstumsrate, ein Wert von < 0 zeigt eine niedrige Wachstumsrate an. In diesem breit gefassten Konjunkturindikator sind die Kategorien Privater Konsum, Immobilien, Produktion, Einkommen, Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, Auftragseingänge, Umsätze, Lagerbestände, Gewerbe und Handel, gewichtet. Mit diesem Konjunkturindikator lassen sich eine Inflation und eine Rezession frühzeitig erkennen, sowohl deren Beginn als auch deren Ende. Der Indikator spiegelt demnach also den aktuellen Zustand der US-Volkswirtschaft wider. In diesem Konjunkturindikator weisen Werte von - 0,70 Prozent auf ein erhöhtes Rezessionsrisiko hin. Bereits seit Ende 2007 notiert dieser Index unterhalb der - 0,30 Prozent. Nach einem ersten deutlichen Tief im Februar 2008 bei - 1,38 Prozent, kam es bis in den Juni 2008 (- 0,78 Prozent) hinein zu einer leichten Erholung, anschließend gab der CFNAI-Index weiter ab, nach - 1,16 Prozent im Juli 2008, auf - 1,61 Prozent im August und aktuell auf - 2,57 Prozent im September 2008. Die Beschleunigung dieser Negativentwicklung ist deutlich erkennbar. Die Erhöhung der Geldmengenpolitik wird sich erst mit einer deutlichen Verzögerung durchsetzen können. Nicht umsonst hat sich die US-Notenbank FED erneut dazu entschlossen, den Leitzinssatz nochmals zu senken. Die US-Leitzinsen wurden seit Herbst 2007 (CFNAI-Index bei - 0,30 Prozent) um 425 Basispunkte, von seinerzeit 5,25 Prozent auf nunmehr 1,00 Prozent ((CFNAI-Index bei - 2,57 Prozent) gesenkt. Ein deutliches Signal das noch kein Ende, der ich nenne es nun Systemkrise (Finanz-, Immobilien-, Vertrauens-, Wirtschaftskrise) sieht. Man darf auf das US-BIP für den Monat Oktober 2008 gespannt sein; lassen wir uns überraschen.


Zum weiteren Handelsverlauf ...
Die volatile Handelswoche ging wenig spektakulär zuende. Zum Wochenauftakt kam es im Index zu rasanten Kursanstiegen. Zu verdanken waren diese Zugewinne dem DAX-Schwergewicht VW, wegen Fehlspekulationen einiger Hedgefonds die in Bedrängnis gerieten. Im Montagshandel kam es dann zu rasch anziehenden Kursen der VW-Aktie, aufgrund derer sich nun die Leerverkäufer eindecken mussten. Die Gewichtung der VW-Aktie mit ca. 27 Prozent führte dann zu einer Extension. Die Käufe der Hedgefonds, die sich nun zu praktisch jedem Kurs eindecken mussten, feuerten nun zusätzlich die Kurse an und trieben diese dann explosivsartig weiter in die Höhe. Am Dienstag folgte dann Teil 2 mit weiteren Zugewinnen. Das Resultat ist bekannt; bis zum Donnerstag konnte der Index, ausgehend von seinem Tief bei 4014 Punkte, um 1028 Punkte bzw. 25,60 Prozent zulegen und ein Zwischenhoch bei 5042 Punkte generieren, dass im Freitagshandel nochmals gebreakt und ein Hoch bei 5066 Punkte generiert wurde. Dieser Anstieg sollte jedoch, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, mit äußerster Skepsis betrachtet werden.


Am Mittwoch meldete dann die Deutsche Börse AG aufgrund von Interventionen, eine außerordentliche DAX-Neugewichtung der VW-Aktie auf Basis des Schlusskurses vom 31.10.08 vorzunehmen, um so aufgetretene Verzerrungen im Index künftig auszuschließen. Ab dem 03.11.08 beträgt dann die Gewichtung der VW-Aktie ca. 10 Prozent. Einwendungen von Händlern und Marktteilnehmern, die bereits im Laufe des Montags einen Ausschluss oder Umgewichtung der VW-Aktie forderten, wurden zuvor abgelehnt. Den Bullen dürfte dieser Schritt weitgehend egal sein; die Kurssteigerungen kamen bei einer Indexgewichtung der VW-Aktie von 27 Prozent zustande, nach einer Neugewichtung dürfte damit die nun geringere Indexgewichtung von 10 Prozent (Minus 17 Prozent), den Bären weniger Freude bereiten.


Im DAX kam es am Freitag entsprechend der Prognose zu einer Fortführung der bereits am Vortag begonnenen Abwärtsbewegung. Ein erstes Zwischentief wurde bei 4793 Punkte generiert, gefolgt von einer Aufwärtsbewegung bis zum Hoch 4845 Punkte. Anschließend kam es zu weiteren Abgaben in deren Verlauf der Index ein Tief bei 4785 Punkte erreichte. EW-Technisch wird das Zwischentief 4785 Punkte einer Teilwelle „...“ zugeordnet, die dort abgeschlossen wurde. Dieses Tief wird einer Unterwelle „...“ zugeordnet und als Teilwelle „....“ abgezählt. Idealerweise sollte diese Teilwelle, entsprechend den zum Analysezeitpunkt vorliegenden Kursmustern, unterhalb der Mob 4994 Punkte, ein Tief bei 4725 Punkte erreichen. Mit dem Rebreak der Mob wurde jedoch dann durch den tatsächlichen Handelsverlauf ein vorzeitiger Abschluss der Abwärtsbewegung bestätigt. Die dem Tief folgende Aufwärtsbewegung ist ebenfalls Bestandteil der Unterwelle „...“ und wird als Teilwelle „...“ abgezählt. Diese Teilwelle hat bisher ein Hoch bei 5066 Punkte erreicht. Nach Abschluss dieser Teilwelle kommt es in der Teilwelle „...“ zu nachgebenden Notierungen.


Markttechnischer Ausblick:

Für den weiteren Handelsverlauf impliziert dies eine direkte Fortführung der ...
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Tags: aktien, analyse, börse, dax, dow, elliott-wave, gold, jones
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Finanzen > Aktien - 06.03.2011 - LeoTrading.de - Elliott-Wave Analysen

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