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Elliott-Wave

DAX - Shortsignale

09.06.2008

Die Handelswoche
Bereits im Montagshandel überraschte die Herabstufung der US-Investmentbank Lehmann Brothers durch die Ratingagentur Standard & Poor's die Marktteilnehmer und führte zu fallenden Kursen. Damit rückte die kleinste der vier großen US-Investmentbanken wieder in den Blickpunkt der Marktbeobachter. Dann kam dann die Meldung, das die US-Bank Lehmann Brothers aufgrund von Absicherungsgeschäften noch einmal zusätzliche 4 Milliarden USD frisches Kapital benötigt. Insider erwarten eine öffentliche Ankündigung der Kapitalerhöhung für Mitte Juni 2008. Insbesondere die Engagements der US-Bank Lehmann Brothers auf dem US-Immobilienmarkt führten zu weiteren Belastungen. Im Rahmen der Finanzkrise wurden durch von Lehman Brothers bereits ca. 3,3 Milliarden USD abgeschrieben. Mitte März wurden erste Gerüchte über einen bevorstehenden Liquiditätsengpass der Investmentbank laut, die seinerzeit den Aktienkurs um ca. 50 Prozent innerhalb eines Tages fallen ließen. Die letzte Kapitalerhöhung hatte Lehmann Brothers erst im April 2008 in Höhe von 4 Milliarden USD vorgenommen.


Im Mittwochshandel bestimmte die Unsicherheit der Marktteilnehmer, wie es mit der US-Investmentbank Lehmann Brothers weitergeht, den Handelstag. Im Tagesverlauf wurde bekannt, das sich die US-Investmentbank aufgrund von anhaltenden Liquiditätsengpässen, bei nicht näher benannten US-Investoren eine größere Geldmenge ausgeliehen haben soll. Zudem sei Lehmann Brothers auf der Suche nach weiterem Kapital ausländischer Investoren.
Durch die US-Immobilienkrise ist die Zahl der US-Hypothekenanträge weiter drastisch zurück gegangen. Der Index ist gegenüber der Vorwoche (30. Mai 2008) um ca. 15 Prozent gesunken. Die Neuanträge fielen um ca. 5 Prozent. Die Anträge bestehender Hypothekenfinanzierungen sind um ca. 25 Prozent besonders stark zurück gegangen. Zeitgleich stieg der durchschnittliche Zinssatz (Laufzeit 30 Jahre) von 5,96 Prozent auf 6,17 Prozent. Die Immobilenkrise ist noch nicht ausgestanden.


In den nächsten Tagen und Wochen dürfte die noch nicht ausgestandene Finanzkrise erneut in den Blickpunkt der Öffentlichkeit treten. Sie erinnern sich an die Ausführungen z. B. im Jahresausblick 2008 (Seite 9 ff.), sowie gelegentlich in den einzelnen Tagesanalysen zu den zu erwartenden Liquiditätsschwierigkeiten der US-Anleiheversicherer. Den beiden größten US-Anleiheversicherer AMBAC und MBIA droht nun eine Herabstufung ihres aktuellen Rating mit unabsehbaren Folgen. Die Hauptgeschäftstätigkeit der beiden US-Anleiheversicherer liegt in der Versicherung gegen Zahlungsausfälle, insbesondere kommunaler Anleihen. In Bedrängnis kamen die beiden US-Anleiheversicherer nach einer Ausweitung der ursprünglichen Geschäftstätigkeit auf sogenannte strukturierte Finanzprodukte wie z. B. hypothekenversicherte Anleihen. Diese haben in der Immobilienkrise deutlich an Wert verloren. Dem gegenüber steht eine Eigenkapitalquote von ca. 22 Milliarden USD. Der tatsächliche Wertberichtigungsbedarf ist nun deutlich höher als zuvor angenommen. Um eine weitere Herabstufung in letzter Minute doch noch zu verhindern, wird zur Zeit von acht Banken ein Maßnahmenpaket über insgesamt ca.15 Milliarden USD erarbeitet. Die Aktien von AMBAC gaben in den letzten Monaten von 96,08 USD auf 2,47 USD, die Aktien von MBIA von 73,31 USD auf 5,58 USD nach. Hier ist nun die schon oft genannte, gesamte Aufmerksamkeit der US-Notenbank FED erforderlich um weiteres Ungemach zu verhindern. Im Donnerstagshandel sorgte die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), aufgrund der inflationären Risiken demnächst den Leitzinssatz zu erhöhen, für einen Dämpfer auf weiter stark anziehende Notierungen. In einer Pressekonferenz äußerte sich EZB-Chef Trichet dahingehend, das bereits im Juli eine Zinserhöhungen möglich wäre.


Am Freutag wurde durch die Ratingagentur Standard & Poor's eine Herabstufung der beiden größten US-Anleiheversicherer AMBAC und MBIA vorgenommen. Im Jahresausblick 2008 (Seite 9 ff.) und in der Vortagesanalyse (Seite 2) wurde über die drohende Herabstufung berichtet. Man darf nun gespannt sein, wie in den kommenden Tagen, insbesondere die europäischen Banken darauf reagieren. Mit der Herabstufung der beiden größten US-Anleiheversicherer AMBAC und MBIA könnte die Finanzkrise in eine neue Dimension übergehen und zu weiteren Problemen führen. Zudem bereitete ein, an einem einzigen Handelstag ein stark ansteigender Rohölpreis für Unsicherheit. Insider gehen davon aus, das es aufgrund der zuletzt gemeldeten sinkenden US-Öllagervorräte bereits zu Aufstockungen der US-Lagerbestände kommt. Auch die Äußerungen des israelischen Vize-Regierungschef, über die bisher wirkungslosen Sanktionen gegen den Iran, aufgrund dessen Programm zur Entwicklung zum Bau einer Atombombe und über einen möglichen Angriff auf den Iran, beunruhigte die Marktteilnehmer. Unter zunehmender Volatilität erreichte der Rohölpreis ein neues Allzeithoch bei 139,12 USD je Barrel.


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Finanzen > Aktien - 06.03.2011 - LeoTrading.de - Elliott-Wave Analysen

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