Die US-Notenbank FED hält weiter an ihrer unverminderten Geldausgabepolitik fest, trotz der Warnung einiger asiatischer Länder, bei künftig unverminderter Fortführung der USD-Flut, diesen nach und nach abzuverkaufen. Entsprechend dem FED Statement beginnt sich die US-Wirtschaft langsam zu erholen, wobei es für eine Entwarnung eindeutig zu früh ist. Zwar konnten die Unternehmen ihre Kosten, meist durch Entlassungen von Arbeitnehmern senken. Die dadurch bedingte, teils drastische Erhöhung der US-Arbeitslosenzahlen spricht jedoch Bände. Ein rückläufiger US-Konsum wird nicht ohne Spuren an der US-Wirtschaft vorüberziehen. Das weiß auch die US-Notenbank FED und so beläst man den US-Leitzinssatz für eine nicht näher bezeichnete, längere Zeit, weiterhin auf einem historischen Tief. Bei einer sich weiterhin, stetig erholenden US-Wirtschaft wird eine leichte US-Leitzinserhöhung im ersten Quartal 2010 wahrscheinlich werden. Den Märkten gefiel dieser Newsfloor erst einmal und so stiegen infolge die Indices im Wocheverlauf weiter an.
Der DAX befindet sich seit zwei Wochen in einer breit
angelegten Seitwärtsbewegung. In der abgelaufenen
Handelswoche kam es innerhalb dieser seitlichen
Konsolidierungszone zu einer Ausdehnung. Nach einem neuen
Zwischentief bei 5252 Punkte orientierte sich der Index im
Rahmen von positivem Newsfloor zur Oberseite hin und
generierte dabei ein Zwischenhoch bei 5455 Punkte.
Zweifelsohne kommt es damit zumindest aus Charttechnischer
Sicht, bei einem nachhaltigen Break einer dieser
Trading-Begrenzungen, zu einem Ausbruchsversuch. Inwieweit
dieser dann von zunehmender Dynamik begleitet sein wird
bleibt abzuwarten. Die Aufwärtsdynamik im Index hat
insbesondere zum Wochenende hin, spürbar abgenommen. Zwar
unternahmen die Bullen, erwartungsgemäß einen weiteren
Versuch, doch noch ein neues Jahreshoch zu erreichen.
Dieser Versuch wurde jedoch, nun zum wiederholtem Mal im
Bereich der 5444 Punktemarke abgebrochen. Anschließend
kam es zu raschen Gewinnmitnahmen.
Vom Sentiment her ist es im Wochenverlauf erneut zu einer
Zunahme der optimisch eingestellten Marktteilnehmer
gekommen. Ein Teil der zuvor pessimistisch eingestellten
Marktteilnehmer hat inzwischen die Seite gewechselt und
ist in das Bullenlager abgewandert. Auffallend ist dabei
weiterhin die gute Stimmungslage, insbesondere in den
Maistream-Medien. Der positive Newsfloor überwiegt
eindeutig, wogegen negativer Newsfloor nahezu komplett
ausgeblendet wird. Diese einseitige Berichterstattung
führt dann erfahrungsgemäß zu einer Verzerrung der
Wahrnehmung und einer Zunahme der Sorglosigkeit unter den
Marktteilnehmern. Damit steht zumindest von
sentimenttechnischer Seite eine Korrekturbewegung
unmittelbar bevor.
Der DAX ist zudem weiterhin überhitzt. Dennoch, nach der
einsetzenden Korrekturbewegung im Mittwochshandel, in
deren Verlauf der Index auf ein Zwischentief bei 5252
Punkte fiel, wurde die Abwärtsbewegung infolge regelrecht
wieder aufgefangen. Im anschließenden Handelsverlauf
legte der Index, wie an der Schnur gezogen, rasch zu und
generierte dann im Donnerstagshandel, ein Zwischenhoch bei
5455 Punkte. Im Freitagshandel kam es zu einer seitlichen
Ausdehnung der laufenden Korrekturbewegung. Der Index
notierte im Streubereich, innerhalb der beiden MoB`s.
Diese Kursbereiche wurden im Handelsverlauf geringfügig
über- bzw. unterschritten. Im Rahmen der Kurspflege
wurden die dort plazierten Stopp-Loss-Aufträge
abgefischt, anschließend notierte der Index über weite
Teile des Handelstages, ohne Impulse weiterhin Seitwärts.
Am Nachmittag kam es dann nach der Veröffentlichung der
neuesten US-Konjunkturzahlen (US-Verbraucherstimmung, Uni
Michigan) die unter den Erwartungen lagen, zum
unterschreiten der MoB 5388 Punkte, wobei infolge von
Gewinnmitnahmen der Index bisher ein Tief bei 5289 Punkte
erreichte.
EW-Technisch kam es im Freitagshandel ausgehend vom Tief
5378 Punkte der Teilwelle „iv“, in der
aufwärtsgerichteten Teilwelle „v“ zu einer
Versagerwelle. Für den weiteren Handelsverlauf impliziert
dies oberhalb des Zwischentief 5289 Punkte kurzzeitig eine
Fortführung der zwischengeschalteten ...
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