Im Wochenverlauf reagierten die Marktteilnehmer weiterhin in einem von Newsfloor getriebenem Marktumfeld äußerst nervös. Insbesondere die drohende Zahlungsunfähigkeit Griechenlands führte bei einigen Großinvestoren zu weiterer Verunsicherung, in deren Verlauf dann die europäischen Leitindices nochmals unter Druck gerieten. Im DAX kam es zu wiederholten Abgaben die den Index dann im Montagshandel nochmals in die Nähe seines Vorwochentiefs (5433) führten. Einen Punkt oberhalb drehte der Index jedoch wieder nach oben und konnte sich infolge leicht stabilisieren.
Zur Wochenmitte zeichnete sich dann eine Lösung für das
illiquide Griechenland ab. Die deutsche Bundesregierung
übernahm die Kreditgarantien für Griechenland. Zudem
wurden weitere Unterstützungen zugesichert. Infolge
konnten sich die Indices erholen und auch der EURO, der
zuvor ebenfalls weiter unter Druck geriet, stabilisierte
sich etwas. Nach außen hin bemühen sich die
EU-Regierungschefs Einigkeit und Entschlossenheit zu
vermitteln, innerhalb der EU bröckeln jedoch bereits
einzelne Fassadenstücke und stellen die so oft
verkündete Solidarität bereits in Frage. Unterdessen ist
in der EU-Sitzung am Donnerstag neben Absichtserklärungen
nichts konkretes vereinbart worden. Den schönen Worten
müssen nun kurzfristig Taten folgen.
Bereits am Donnerstag Nachmittag kam es nach anfänglichen Zugewinnen unter zunehmender Volatilität wiederholt zu kräftigen Abgaben. Mittlerweile zeichnet sich innerhalb der EU ab, das neben Irland, Griechenland und Portugal, in Kürze auch Spanien Liquiditätszusagen und rasche Unterstützung der EU benötigt. Inzwischen wird innerhalb der EU-Gremien, derzeit noch hinter verschlossenen Türen fernab der Öffentlichkeit debattiert, welche Auswirkungen ein Austritt einzelner EU-Länder (Griechenland, Spanien, Portugal) für die globalen Finanzmärkte haben könnte. Die Finanzmärkte reagierten unterdessen wieder auf dem Fuß und gingen in eine Abwärtsbewegung über, die im Freitagshandel unter Schwankungen dann ihre Fortsetzung fand.
Zum Handelsverlauf ...
Der DAX konnte sich im Wochenverlauf stabilisieren und
unter Schwankungen noch etwas nach oben absetzen, ohne
dabei allerdings bisher die 5600 Punktemarke zu erreichen.
Statt dessen bildete der Index im Wochenverlauf einige
niedrigere Hochs und höhere Tiefs aus und notierte
innerhalb der sich dabei bildenden Seitwärtsrange.
Innerhalb dieser Seitwärtsbewegung kommt es bereits bei
einem Break der 5565 Punktemarke auf der Oberseite und bei
einem Break der 5461 Punktemarke auf der Unterseite,
aktuell zu einer deutlichen Zunahme der Bewegungsdynamik,
vorzugsweise in Ausbruchsrichtung. Angesichts der
zunehmenden Volatilität ist derzeit jedoch die
Möglichkeit eines Fehlausbruches mit zu berücksichtigen,
d. h. das der Index bei einem Break der vorgenannten
Kursmarken infolge sich von diesen Marken klar und
deutlich weiter absetzen muß und im weiteren
Handelsverlauf dann auch über den weiter hinten genannten
Kursmarken notiert.
Am Fahrplan der letzten Wochenanalyse wird weiterhin
festgehalten. Der Index befindet sich in einer
Konsolidierungsphase nach deren Abschluß es nochmals,
insbesondere bei Notierungen unterhalb der MoB 5632 Punkte
zum unterschreiten des bisherigen Verlaufstief (5433) und
niedrigeren Notierungen kommt. Erst im Anschluß an dieses
derzeit noch ausstehende, niedrigere Verlaufstief kommt es
zu einer tragfähigen Gegenreaktion.
EW-Technisch kommt es entsprechend den bisher vorliegenden
Kursmustern zu einer zeitlichen und preislichen Ausdehnung
der laufenden Korrekturformation im Rahmen eines großen
ZigZag. Die sich nach dem Hoch 5592 Punkte abzeichnende,
direkte Fortführung der beim Jahreshoch 6094 Punkte
begonnenen Abwärtsbewegung wurde noch einmal von den
Bullen rechtzeitig oberhalb des Zwischenhochs 5434 Punkte,
bei 5454 Punkte abgefangen. Innerhalb dieser
Korrekturformation wird das Zwischenhoch 5592 Punkte einer
niedergradigen Teilwelle „a``“ (a`` der b`) und das
Zwischentief 5454 Punkte, als Bestandteil einer
niedergradigen Teilwelle „b``“ (b`` der b`)
zugeordnet. Mit dem Tief 5454 Punkte sind die
Anforderungen der Teilwelle „b``“ bereits erfüllt,
eine Ausdehnung bis in den Bereich 5434 Punkte ist jedoch
durchaus noch möglich, ohne die Fortführung der noch
ausstehenden Teilwelle „c``“ (c`` der b`) infrage zu
stellen.. Die Prognose der relevanten Kursmarken erfolgt
weiter hinten im Prognoseteil. Für die direkte
Fortführung der Teilwelle „c``“ (c`´ der b`) darf
der Index allerdings nicht mehr unter die 5434 Punktemarke
zurück fallen.
Im weiteren Handelsverlauf sind grundsätzlich Notierungen
oberhalb der ...
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