Derzeit ist die Lage an den Märkten aufgrund der globalen, vielfältigen Rettungs- und Stützungsaktionen weiterhin mit hoher Umsicht zu betrachten. Insbesondere nach den geschönten Ergebnissen des sogenannten Streßtest befinden sich die beiden großen US-Finanzinstitute Bank of America und die Citigroup in einer schwierigen Situation. Eine Verstaatlich dieser beiden US-Großbanken rückt wieder in den Bereich des Möglichen, wenngleich es sich dabei nicht um eine dauerhafte Lösung handeln kann. Wie die Märkte auf eine solche Nachricht regaieren, ist derzeit nur schwerlich abzuschätzen. Unterdessen werden die Regierungsverantwortlichen rund um den Globus nicht müde, bei den Marktteilnehmern für eine entsprechende optimistische Erwartungshaltung zu sorgen und ein baldiges Ende der globalen Wirtschaftskrise auszurufen. Mit diesem durchaus verständlichen Zweckoptimismus will man verhindern, das die Marktteilnehmer weiter Kasse machen.
Zum Handelsverlauf ...
Nach einer mehrwöchigen Aufwärtsbewegung unter nur
geringen, abwärtsgerichteten Gegenbewegungen, ging der
DAX in der abgelaufenen Handelswoche in eine ausgedehnte
Abwärtsbewegung über. Diese Abwärtsbewegung entwickelte
sich zu Wochenbeginn noch zögerlich, gegen Wochenmitte
kam es dann nach dem unterschreiten der 4752 Punktemarke
zu einer Zunahme der Abwärtsdynamik und deutlicheren
Abgaben. Sentimenttechnisch ist die aktuelle Entwicklung
(noch) mit Vorsicht zu geniessen. Die Quote der
pessemistisch eingestellten Marktteilnehmer ist in der
vergangenen Handelswoche weiter angestiegen, eigentlich
kein gutes Zeichen für nachhaltig weiter nachgebende
Notierungen. Vom Sentiment her sollte es spätestens zu
Wochenbeginn zu einer deutlichen Gegenbewegung kommen.
Insbesondere der Bereich 4819 Punkte ist in dieser
Gegenbewegung von Bedeutung. Ein vorzeitiger Rebreak
dieser Kursmarke, ohne zuvor ein Tief bei 4685 Punkte
erreicht zu haben, ist aktuell Shortsqueezelastig und kann
dann im anschließenden Handelsverlauf, zu eben diesem
führen. Bei Notierungen unterhalb der 4701 Punktemarke
kommt es zu einer Fortführung der beim Hoch 4980 Punkte
begonnenen Abwärtsbewegung.
EW-Technisch wird das Zwischenhoch im Freitagshandel bei
4776 Punkte als Endpunkt der Unterwelle „c“ (c der iv)
abgezählt. Bedingung an diese Abzählung ist, daß dieses
Zwischenhoch nicht vor erreichen eines niedrigeren Tiefs,
unterhakb der 4685 Punkte, überschritten wird. Bei einem
vorzeitigen Rebreak der 4776 Punktemarke kommt es zu einer
zeitlichen Ausdehnung in der Unterwelle „iv“. Sofern
die 4776 Punktemarke hält ist die bei 4776 Punkte
begonnene Abwärtsbewegung bereits Bestandteil der
Unterwelle „v“. Das Tief 4685 Punkte wird dann einer
Teilwelle „i` der v“ zugeordnet.
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