Im Wochenverlauf schaffte der DAX im Mittwochshandel den Ausbruch aus seiner mehrwöchigen Seitwärtsphase (6115 / 6339) und generierte an den folgenden beiden Handelstagen jeweils ein neues Jahreshoch. Das Hoch wurde bei 6512 Punkte im Freitagshandel generiert. Der eigentliche Ausbruch aus der inzwischen seit April 2010 laufenden Schiebezone ist hingegen noch nicht erfolgt. Derzeit liegt die Wiederstandslinie bei 6515 Punkte die nun das nächste Kursziel im DAX darstellt. Erst hier wird sich entscheiden wie nachhaltig im anschließenden Handelsverlauf der zuvor erfolgte Ausbruch aus dem Bereich der 6386 Punktemarke nach oben hinaus tatsächlich ist. Da sollte es auch nicht kurzzeitig irritieren, das nach dem Ausbruch jeweils wenige Punkte voneinander entfernt liegende, neue jeweils höhere Jahreshochs erreicht wurden, deren Abverkauf dann infolge am Hoch einsetzte. Die Kursmuster insbesondere im Donnerstags- und Freitagshandel sind nahezu gleich. Die eigentliche Bewährungsprobe steht für die Bullen also noch bevor.
Auch das Marktsentiment bestätigt derzeit einen
nachhaltigen Ausbruch zur Oberseite hin nicht. Im Zuge des
Breaks der 6386 Punktemarke nach oben hin, nahm die Zahl
der bullisch eingestellten Marktteilnehmer sprunghaft zu
und tendiert nun deutlich in der Überzahl. Die zuvor am
Seitenrand gestandenen Marktteilnehmer sind nun teilweise
auf den fahrenden Zug aufgesprungen und einige bearisch
eingestellte Marktteilnehmer wechselten angesichts des
deutlichen Breaks des alten Jahreshochs (6389) sprunghaft
die Seite. Das nun dieses Ungleichgewicht der optimistisch
eingestellten Marktteilnehmer für weiter anziehende
Notierungen alles andere als gut ist liegt in der Natur
der Sache. Nur selten erhielt und erhält die Mehrzahl der
Marktteilnehmer an den Märkten Recht, so daß zumindest
aus rein sentimenttechnischer Sichtweise eine
mehrwöchige, sagen wir zuerst einmal,
Konsolidierungsbewegung, sprich nachgebende Notierungen,
nicht allzu überraschend sein sollten.
Damit ist das Thema einer möglichen Bullenfalle jedoch
noch keineswegs vom Tisch. Dazu sollte der Index
idealerweise nach einem kurzzeitig, höherem Jahreshoch in
der neuen Handelswoche wieder abgeben und infolge dann
wieder in die Ausbruchszpne fallen. Damit alleine würde
die Bullenfalle jedoch noch nicht bestätigt. Mehr dazu im
neuen Gesamtausblick (DAX-Das große Bild ..., Oktober
2010 bis Januar 2011) der in dieser Woche veröffentlicht
wird.
Zum Handelsverlauf ...
Im Freitagshandel erreichte der Index im anfänglichen
Handelsverlauf ein neues Jahreshoch, gab dann allerdings
infolge wieder ab und notierte über weite Teile des
Handelstages in einer Seitwärtsrange (6490 / 6460). Am
frühen Nachmittag kamen dann allerdings die
vorbörslichen Taxierungen der US-Indices angesichts auf
die Märkte einströmenden Newsfloor in Bewegung. Der
Index brach infolge nach oben in einer raschen
Aufwärtsreaktion aus seiner Seitwärtsrange aus und
generierte ein anschließend ein neues Jahreshoch (6512).
Dort setzten sich dann allerdings teils kräftige,
kurzzeitige Abgaben durch die den Index unter einer
leichten Zunahme der Abwärtsdynamik infolge auf ein neues
Tagestief (6438) drückten. Dennoch; im späten Handel
wurde der Index wieder hochgekauft und schloß kurz
unterhalb der 6500 Punktemarke.
EW-Technisch kam es ausgehend vom Tief der Teilwelle
...
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