Die Abstimmung über das von US-Präsident Obama forcierte und rasch angekündigte, neue US-Konjunkturprogramm wurde durch den US-Senat kurzfristig verschoben. Unterdessen drängte US-Präsident Obama auf eine schnelle Entscheidung da ansonsten schwerwiegende Folgen für die gesamte US-Wirtschaft unvermeidbar wären. Die Abgeordnetenkammern zeigten sich jedoch von den Worten Obamas unbeeindruckt und blieben hart. Inzwischen trafen sich Republikaner und Demokraten zu weiteren, vertraulichen Verhandlungen über das umfangreiche Konjunkturprogramm hinter verschlossenen Türen. Die durch US-Präsident Obama ausgesprochene Streichung der protektionistische Maßnahmen wurde durch den US-Senat abgelehnt. Der US-Senat hat jedoch einige Bedingungen gelockert, betonte jedoch, das die Bestimmungen des Konjunkturprogramms in einem geregelten Verhältnis zu den internationalen Handelsvereinbarungen stehen müsse. In der Nacht von Freitag zum Samstag wurde ein Kompromiss gefunden. Das neue US-Konjunkturprogramm soll bis spätestens zum kommenden Freitag durch US-Präsident Obama ratifiziert werden.
Unterdessen nehmen die Pläne der Bundesregierung, die
eine Verstaatlichung von gefährdeten Banken vorsehen,
langsam weiter Formen an. In der vergangenen Woche wurde
mehrmals auf diese Thematik aufmerksam gemacht, siehe auch
Tagesanalyse (28.01.09, Nr. 23 und 31.01.09, Nr. 25). Im
Detail geht es um ein Enteignungsgesetz mit dem
Anteilseigner dazu veranlasst werden sollen, ihre
Anteilsscheine zum aktuellen Marktpreis zu verkaufen. Der
vom Finanzministerium vorgelegte Entwurf enthält
mittlerweile eine Klausel in der es heißt, das eine
Verstaatlichung nur dann zulässig sein soll, wenn andere
zumutbare Lösungen zur Stabilisierung und Sicherung der
Finanzmärkte nicht greifbar sind. Entsprechend diesem
Entwurf sollen Enteignungen bis zum Stichtag 31. Dezember
2009 gegen eine Entschädigung möglich sein. Als
Bemessungsgrundlage dieser Entschädigungsleistung soll
dann der durchschnittliche Aktienpreis der beiden Wochen,
vor dem Enteignungsbeschluss, zugrunde gelegt werden.
Insbesondere Anteilseigner die Ihre Papiere schon länger
halten sind von dieser Enteignung stark benachteiligt und
machen bei Anwendung dieser Regelung einen deutlichen
Verlust. Eine abschließende Entscheidung ist noch
offen.
Vom Sentiment her sind die Marktteilnehmer in der
vergangenen Woche wieder zu bullisch geworden. Der
Optimismus scheint schon jetzt keine Grenzen mehr zu
kennen und nur wenige Marktteilnehmer können sich derzeit
ein unterschreiten, des mittlerweile dreifach angetesteten
Unterstützungsbereiches (4014 / 4034 / 4067) vorstellen.
Insbesondere auch diese hohe Quote optimistisch
eingestellter Marktteilnehmer lässt eher ein nochmaliges
antesten und unterschreiten des oben genannten
Unterstützungsbereiches erwarten. Die Abwärtsbewegung
wird beim unterschreiten der bekannten MoB`s
wahrscheinlich entsprechend scharf und kräftig ausfallen.
Erst nach diesem, immer noch ausstehenden kleinen
Ausverkauf und einer Marktbereinigung kann der Index einen
tragfähigen Boden ausbilden und nach einer entsprechenden
Bodenbildungsphase in eine halbwegs stabile
Aufwärtsbewegung übergehen.
Zum Handelsverlauf ...
In der abgelaufenen Handelswoche konnte sich der Index
weiter erholen und zum erstaunen vieler Marktteilnehmer
ein neues Zwischenhoch erreichen. Ausgelöst wurden die
Zugewinne durch mehrere, starke Extensionen im Rahmen von
Shortsqueezes, die aufgrund rascher Glattstellungen falsch
positionierter Marktteilnehmer, den Effekt rasch
anziehender Notierungen dann noch zusätzlich
verstärkten. Den Bullen gelang es damit erneut
eindrucksvoll, den Kurs nun deutlich über der MoB 4351
Punktemarke zu stabilisieren und die zu Wochenbeginn
anfänglich nur zögerlichen Zugewinne, weiter auszubauen.
Im Gesamtbild ist die Aufwärtsbewegung als
Seitwärtsbewegung innerhalb der noch laufenden,
mittlerweile mehrmonatigen Korrekturbewegung
einzustufen.
In der ersten Wochenhälfte wurde die MoB 4351 Punkte
mehrmals in beide Richtungen durchgehandelt. Letztendlich
schloss der Kurs daraufhin jeweils in greifbarer Nähe
dieser MoB. In der Tagesanalyse wurde auf die Wichtigkeit
dieser MoB mehrmals aufmerksam gemacht. Zitat
(Tagesanalyse 03.02.09, Nr. 26) „...Auf EoD-Basis konnte
der Index unterhalb der MoB 4351 Punkte den Handel
beenden. Der bisherige Break dieser MoB ist aufgrund der
raschen Zugewinne, insbesondere am späten Nachmittag bis
in den Bereich 4307 Punkte hinein, noch nicht
überzeugend, sodass die Nachhaltigkeit dieses Breaks
durch den nächsten Handelstag nochmals bestätigt bzw.
abgewartet werden sollte.„. Bereits im Mittwochshandel
wurde dann der vortägliche Break der MoB 4351 Punkte
durch den Handelsverlauf wieder zurück genommen und der
Index notierte mit einem Schlusskurs von 4492 Punkte,
wieder deutlich oberhalb der MoB 4531 Punkte. Im
Freitagshandel erreichte der Index ein Hoch bei 4657
Punkte. Die Bullen sollten jedoch nicht mehr all zu
euphorisch werden, handelt es sich bei dieser
zwischengeschalteten Korrekturbewegung, (bisher) lediglich
um eine normale Gegenreaktion in einem weiterhin voll
intakten Abwärtstrend und die Bären werden sich in
Kürze wieder zu Wort melden.
EW-Technisch entwickelte sich der Index weiterhin
entsprechend dem in der Analyse prognostizierten
Kursverlauf. Die bereits im Vortageshandel stark
extensierte Aufwärtsbewegung erreichte ein erstes
Zwischenhoch bei 4493 Punkte. Die beim Tief 4395 Punkte
begonnene Aufwärtsbewegung der Teilwelle „...“ wurde
beim Zwischenhoch 4493 Punkte abgeschlossen. Das
anschließende Zwischentief 4487 Punkte wird einer
Teilwelle „a der ...“, das überschießende Hoch 4549
Punkte wird einer Teilwelle „b der ...“ und das Tief
4506 Punkte wird einer Teilwelle „c der ...“
zugeordnet. Ausgehend von diesem Tief entwickelte sich die
Teilwelle „...“. Die Anforderungen an die komplette
Teilwelle „...“ sind mit dem Hoch ... Punkte bereits
erreicht. ..., oberhalb der ... Punktemarke kommt es in
den noch unvollständigen Wellenstrukturen der Teilwellen
„...“ zu weiter steigenden Notierungen. Dennoch;
unterhalb der weiter hinten genannten MoB kann jederzeit
die Bullenparty beendet werden.
Für den weiteren Handelsverlauf impliziert dies oberhalb
der ... Punktemarke eine direkte Fortführung der
unvollständigen Kursmuster innerhalb der untergeordneten
Teilwelle. Das Kursziel der laufenden Teilwelle liegt bei
... Punkte. Dort kommt es zu einer Abwärtsbewegung bis in
den Bereich ... Punkte. Die MoB für eine direkte
Fortführung der Aufwärtsbewegung liegt bei 4627 Punkte.
Notierungen darüber führen zu einer weiteren direkten
Ausdehnung bis in den Bereich ... Punkte. Anschließend
kommt es zu einer mehrstündigen Korrekturbewegung, ohne
dabei aktuell jedoch auf der Unterseite die ...
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