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DAX - Systemkrise ...

Rezession, Inflation, Hyperinflation ...

24.11.2008

Die Bemühungen der großen Noten- und Zentralbanken, allen voran der US-Notenbank FED, die bestehenden Probleme der mittlerweile globalen Systemkrise in den Griff zu bekommen, werden unvermindert fortgeführt. An den Märkten ist bisher wenig davon zu spüren, die Indices rund um den Globus setzen ihre Abwärtsbewegung unvermindert fort und erreichen fast (noch) regelmäßig neue Tiefstände. Zum einen können die eingeleiteten Stützungsmaßnahmen, aufgrund der mittlerweile ausufernden Systemkrise, nicht kurzzeitig von Erfolg gekrönt sein, sondern können nach und nach greifen. Die inflationäre Geldflutung der Märkte durch die Notenbanken, wird unvermindert fortgeführt, nur so kann aktuell die Konsumbereitschaft der US-Bevölkerung und die Konjunktur angekurbelt werden. In Kürze wird die US-Notenbank FED den Leitzins nochmals senken, obwohl der Spielraum weiterer Zinssenkungsschritte, damit auf nahezu Null-Prozent fällt. Die anderen Notenbanken werden ebenfalls weitere Zinssenkungen vornehmen um die Kreditvergabe zu erleichtern.
Diese zusätzlichen Zinssenkungen werden jedoch zu weiteren, teils derzeit nicht überschaubaren Auswirkungen und einer beschleunigten Zunahme der Geldentwertung führen. Durch die sich weiter ausbreitenden Schwierigkeiten der Realwirtschaft, sowie einer weiter abflauenden Konsumbereitschaft der breiten Bevölkerung, muss die Wirtschaft, nicht nur in den USA sondern auch im Euro-Raum, massiv gestützt werden. Die bisherigen Leitzinssenkungen der Noten- und Zentralbanken verpufften bisher, jeweils nach geringen Kursanstiegen, regelrecht an den Märkten. Die unvermindert, andauernde Geldschwemme wird zu einer deutlichen Hyperinflation und einer weiteren Flucht aus den Währungen führen.


Bereits in der vergangenen Woche hatte Großbritannien nach der vorangegangenen, massiven Leitzinssenkung um 150 Basispunkte, von 4,50 Prozent auf nunmehr 3,00 Prozent, massive Probleme das Britische Pfund (GBP) über Wasser zu halten und konnte einen Zusammenbruch der Währung bisher vermeiden. Mittlerweile flüchten immer mehr Investoren aus dem GBP in den EUR. Eine weitere Leitzinssenkung der Bank of England (BoE) wird zu einer zusätzlichen Schwächung des GBP führen. Bei den weiter, anhaltenden Problemen könnte dies im ungünstigsten Fall zu einem Zusammenbruch des GBP führen. Die Folgen haben wir bereits in Island gespürt. Die Schweizer Notenbank hat ebenfalls zuletzt die Leitzinsen deutlich um 100 Basispunkte von 2,00 Prozent auf nunmehr 1,00 Prozent gesenkt. Die Folgen waren und sind auch weiterhin, mit zunehmender Tendenz spürbar und bringen den Schweizer Franken (CHF) weiter unter Druck. Auch dort ist eine bereits einsetzende Flucht, wie beim GBP und auch beim Russischen Rubel, aufgrund eines weiteren Werteverfalls deutlich zu erkennen Der EUR hingegen ist noch durch den USD abgesichert, gerät aber mittlerweile auch unter Druck, was zu einer Instabilität führen wird.


Was weiterhin und aktuell nicht gefällt, sind die stark nachgebenden US-Indices, die auch im DAX, sollte es zu weiteren Abgaben kommen, eine weitere Abverkaufswelle auslösen werden. Dabei werden die Verluste in den US-Indices zwar stärker ausfallen, dem DAX wird es jedoch nicht gelingen, sich gegen diese dann zu erwartenden Abgaben, zu stellen. Insbesondere drohen dem Dow Jones Index, sollte der langfristige Unterstützungsbereich (7467) nachhaltig unterschritten werden, weitere teils massive Abgaben. Ein kurzer Break erfolgte bereits im Freitagshandel, der Dow Jones erreichte dabei ein Tief bei 7449 Punkte, konnte anschließend jedoch wieder bis 8046 Punkte ansteigen. Letztmals wurde ein vergleichbares Kursniveau bei 7449 Punkte im Oktober 1997 erreicht. Der S&P Index notierte sogar auf einem 12-Jahrestief. Auch dies zeigt den Ernst der Lage.


Eine solche Kursentwicklung mit massiven Einbrüchen in allen bedeutenden Indices, zeigt den Ernst der Lage und hat es, auch historisch betrachtet, noch nie gegeben, Wir alle sind Zeitzeuge einmaliger Ereignisse, die noch keiner der Marktteilnehmer erlebt hat. Das dies auch zukünftig ein gewisses Unsicherheitspotenzial beherbergt, auch im Hinblick auf die zwangsläufig zu erwartenden Ereignisse und Auswirkungen in der Realwirtschaft, sollte jedem aktiven Marktteilnehmer bewusst sein. Was bleibt ist die Hoffnung, das die massiven Stützungsaktionen der Noten- und Zentralbanken in nicht all zu ferner Zukunft, von Erfolg gekrönt sein werden und das Vertrauen der Akteure in die Märkte wieder hergestellt werden kann und zurückkehrt. Nur dann kann es wieder zu rasch und auch zu nachhaltig steigenden Kursen kommen.


An dieser Stelle sind dann auch die Bemühungen der G20-Staaten zu nennen, die bei ihrem Weltwirtschafts-Gipfeltreffen zum Weltfinanzsystem in Washington, eine erste Absichtserklärung beschlossen haben und Ende März 2009 erste Ergebnisse präsentieren möchten. Im Endergebnis dürfte es zu einer weitgehend globalen Vereinbarung kommen, zukünftig an den Finanzmärkte eine Kontrollfunktion zu übernehmen und bei Bedarf regulierend einzugreifen. Wer unterdessen die Leitung dieser Kontrollkommission übernehmen wird und ob und wie diese Art einer Regulierung im Detail aussehen wird, darüber darf spekuliert werden. Die Frage kann derzeit niemand beantworten. Inwieweit die Märkte im Vorfeld solcher globaler Entscheidungen, dann wie reagieren werden, ist auch ungewiss. Die Unsicherheit wird die Märkte also auch weiterhin in Bewegung halten und zu volatilen Kursbewegungen führen.


Zum weiteren Handelsverlauf ...
In der vergangenen Handelswoche kam es im DAX zu weiteren, teils kräftigen Kursabgaben bei denen neue Zwischentiefs erreicht wurden. Insbesondere die ...


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Finanzen > Aktien - 06.03.2011 - LeoTrading.de - Elliott-Wave Analysen

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