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eFinancialCareers Umfrage

Banker in Deutschland befürchten Einschränkungen

18.10.2010

Die wichtigsten Ergebnisse für Deutschland
? Weniger als die Hälfte der deutschen Banker und Finanzfachkräfte (47 Prozent) erwartet höhere Bonuszahlungen im Vergleich zum letzten Jahr;
? Für 30 Prozent sind keine Veränderungen in Sicht und 23 Prozent befürchten eine Verringerung ihrer Boni;
? Nur 11 Prozent glauben an einen bedeutenden Anstieg ihrer variablen Vergütung von mindestens 50 Prozent;
? Im vergangenem Jahr blieb für 44 Prozent das Niveau der Grundgehälter unverändert;
? Lediglich 56 Prozent erwarten in 2010 eine höhere Bruttojahresvergütung als im Jahr zuvor;
? Und von denjenigen, die mit einem allgemeinen Anstieg rechnen, glauben 39 Prozent dass dieser bei maximal 10 Prozent liegen wird.

Trotz erneut befürchteter Entlassungswellen in New York und London, erwartet die überwältigende Mehrheit der weltweit 5.671 befragen Banker und Finanzfachkräfte einen Anstieg ihrer Boni in 2010 – mit Ausnahme von Deutschland. Dies ergab die neueste Umfrage von eFinancialCareers.com.

In Hongkong rechnen 71 Prozent der Befragten mit einem Boni Zuwachs irgendeiner Art, 69 Prozent sind es in Singapur, und 57 Prozent in Großbritannien. Gleichzeitig erwartet mehr als die Hälfte der befragten Banker in den USA und in Australien höhere Bonuszahlungen. In Deutschland hingegen glauben lediglich 47 Prozent an einen Anstieg ihrer variablen Vergütung, und 30 Prozent erwarten keine Veränderung. Außerdem befürchtet knapp ein Viertel (23 Prozent) der Befragten in Deutschland, dass ihre Boni in diesem Jahr gekürzt, möglicherweise sogar gestrichen werden.

Dennoch sieht das Bild für deutsche Banker im Ausland erfreulicher aus - dort rechnen Banker mit einem außerordentlichen Anstieg ihrer variablen Vergütung. In Großbritannien glaubt knapp ein Fünftel (17 Prozent) aller Befragten, dass ihre Boni über 50 Prozent höher ausfallen werden als in 2009; in Hongkong und Singapur sind es 14 bis 15 Prozent die eine Erhöhungen von mehr als 50 Prozent erwarten. In den USA, Deutschland und Australien sind die Aussichten eher gedämpft - nur jeder Zehnte glaubt an einen Zuwachs ihrer Boni von über 50 Prozent.

Für die Bankenaufsichten sind die Ergebnissen der globalen eFinancialCareers.com Umfrage wohl kaum ermutigend. Trotz ihrer Empfehlungen den Cash-Anteil von Boni auf 50 Prozent zu begrenzen , deuten die Ergebnisse der Umfrage darauf hin, dass dies bislang nicht umgesetzt wurde. Banker die in den USA, Singapur und Hongkong im geregelten Bankensektor tätig sind erwarten im Durchschnitt drei Viertel ihrer gesamten Boni Auszahlung in bar.

In Großbritannien und in Deutschland sind die Tendenzen in etwa gleich. Mehr als die Hälfte erwartet den Großteil ihrer variablen Vergütung in Cash.
Allerdings rechnen 56 Prozent aller befragten Banker und Finanzfachkräfte in Deutschland in diesem Jahr mit einer höheren Gesamtvergütung als im Vorjahr - 44 Prozent erhielten in 2009 keine Erhöhung. 39 Prozent derjenigen die mit einem Anstieg rechnen, glauben dass dieser bei maximal 10 Prozent liegt.

Im Vergleich rechnen 70 Prozent der Befragten in Großbritannien mit einem Anstieg in der Gesamtvergütung in 2010 gegenüber dem Vorjahr. Dabei glauben 38 Prozent an einen 11 bis 30-prozentigen Anstieg.

James Bennett, Geschäftsführer EMEA und APAC bei eFinancialCareers.com, kommentiert:

„ Deutsche Finanzinstitute scheinen im Vergleich zu Großbritannien die Bouns-Erwartungen ihrer Mitarbeiter besser im Zaum zu halten. Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass diese Standhaftigkeit im Hinblick auf Bonusvergütungen – bzw. Einschränkung – für die Angestellten staatlich gestützter Banken bereits Wellen auf den gesamten Bankensektor schlägt.“

Die eFinancialCareers Online-Umfrage unter 5.671 Bankern und Angestellten aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Australien, Hongkong und Singapur wurde zwischen dem 15. - 28 . September 2010 durchgeführt.


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