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DAX - Elliott-Wave

Bullenfalle oder Konsolidierung ...

23.03.2009

Aufgrund weiter einbrechender Exporte erwartet die Bundesregierung für das Jahr 2009, nach entsprechenden noch inoffiziellen Ausarbeitungen, einen Konjunktureinbruch (BIP) von über fünf Prozent. Mit dieser zugegeben noch optimistischen Haltung bereitet sich die Bundesregierung auf weitere Rettungsmaßnahmen vor. Insbesondere die nun nach und nach, auch für die breite Bevölkerung schon Ansatzweise erkennbaren Auswirkungen der Systemkrise in der Realwirtschaft, zwingen zu einer Angleichung der im Januar 2009 herausgegebenen Prognose einer geringeren, nachlassenden Wirtschaftsleistung. Seinerzeit wurde von einem Rückgang von 2,25 Prozent ausgegangen. Damit weicht die Bundesregierung von ihrer bisherigen Erwartungshaltung ab, das sich die Konjunktur noch im Jahr 2009, erholen wird. Die offizielle Konjunkturprognose soll in knapp einem Monat, Ende April 2009 vorgelegt werden. Bei einem Rückgang des BIP um fünf Prozent würde Deutschland die von der Europäischen Union aufgestellte, sogenannte Defizitobergrenze, übersteigen und die Anforderungen Euro-Stabilitätspakts nicht mehr erfüllen.


Die Auswirkungen der Systemkrise in der Realwirtschaft, bekommt nun auch der Technologiekonzern Thyssen Krupp immer deutlicher zu spüren. Das Unternehmen reagierte auf die anhaltende Wirtschaftsflaute und gab angesichts der wegbrechenden Aufträge und bereits in den Vorwochen verordneter Kurzarbeit, den Abbau von derzeit ca. 3000 Arbeitsplätzen bekannt. Seit Herbst 2008 wurden vom Unternehmen bereits ca. 3.000 Arbeitsplätze abgebaut und zusätzlich ca. 2.000 Leiharbeiter entlassen. Hinter vorgehaltener Hand soll die tatsächliche Zahl der wegfallenden Arbeitsplätze deutlich höher liegen. Zudem prüft der Technologiekonzern Thyssen Krupp eine Kooperation mit einem finnischen auf Erzbergbau und der zugehörigen Verfahrenstechnik spezialisierten Unternehmen. Weitere Kosten- und Einsparungsmöglichkeiten sollen durch interne Umstrukturierungen und dem Abbau von betrieblichen Hierarchien reduziert werden. Aufgrund der anhaltenden, globalen Wirtschaftskrise ist die Nachfrage nach Stahl deutlich zurück gegangen.


Die Bundesregierung hat das Gesetz zur Enteignung von Anteilseigern, hauptsächlich von Anteilseignern des Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate durchgeboxt. In einer zuvor stattgefundenen Debatte wurde vor der Abstimmung des Bundestages, der Eingriff in die Grundrechte und Grundregeln der Wirtschaftsordnung, heiß diskutiert. Dennoch billigte der Bundestag in einer umstrittenen Abstimmung das Enteignungsgesetz mit einer Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Vor einer Enteignung muss nun noch der Bundesrat Anfang April dem bis 30. Juni 2009 befristeten Gesetz zustimmen. Anschließend kann dann eine Enteignung der Anteilseigner, wie die Bundesregierung immer wieder betont, als letzte Möglichkeit vorgenommen werden. Der Druck unter dem die Bundesregierung steht ist groß. Der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate muß bis zum 24.04.09 eine Bilanz vorlegen und Wertberichtungen müssen zu diesem Bilanzstichtag abgeschlossen sein. Zuvor benötigt die Hypo Real Estate neben den bereits erhaltenen knapp 90 Milliarden EUR, zusätzliche ca. 10 Milliarden EUR um die erforderlichen Abschreibungen vornehmen zu können. Im Freitagshandel war der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate noch ca. 169 Millionen EUR (Börsenwert) wert. Neben einer (offiziell) noch nicht entschiedenen Vollverstaatlichung, ist über eine vom US-Investor Flowers vorgeschlagene Kapitalerhöhung noch nicht entschieden.


Zum Handelsverlauf ...
In der abgelaufenen Handelswoche konnte der Index die mehrtägige Seitwärtsbewegung bisher nur kurzzeitig nach oben verlassen und ein neues Verlaufshoch bei 4135 Punkte generieren. Ein deutliches absetzen mit Notierungen klar oberhalb des Ausbruchsniveau (4063) ist den Bullen bisher nicht gelungen. Vielmehr fiel der Index im Freitagshandel erneut wieder in die alte Seitwärtsphase zurück. Die Unsicherheit wird also auch weiterhin noch etwas anhalten, zumindest solange, wie der Ausbruch nach oben nicht nachhaltig (EoD) an zwei aufeinander folgenden Handelstagen, durch den tatsächlichen Handelsverlauf bestätigt wird. Nur dann, können die Bullen den Index weiter nach oben treiben und ein Hoch oberhalb der 4135 Punktemarke erreichen. Bereits ein nachhaltiger Rückfall unter die MoB 3943 Punkte würde diese, derzeit noch Bullenträume, unwahrscheinlich werden lassen und negieren. Mittelfristig betrachtet werden die Bullen bei Notierungen oberhalb der MoB 3861 Punktemarke, weiterhin nichts unversucht lassen, den Index nach oben zu treiben.


EW-Technisch kam es ausgehend von der bekannten Zählung vom Verlaufstief 3947 Punkte zu einer (ersten) dreiteiligen Aufwärtsbewegung. Diese Aufwärtsbewegung kann aufgrund der ausgebildeten Wellenstrukturen nur als aufwärtsgerichtete Korrekturwelle eingestuft und beurteilt werden. Diese Korrekturwelle erreichte ein Hoch (bisher) bei 4135 Punkte. Anschließend kam es zu einer Gegenreaktion, die unter nachlassender Abwärtsdynamik beim Zwischentief 3995 Punkte abgeschlossen wurde. Die diesem Tief folgende (zweite) Aufwärtsbewegung erreichte bisher ein Hoch 4081 Punkte. ... Die anschließende, bis zum Zwischenhoch 4135 Punkte laufende Aufwärtsreaktion ist Bestandteil der Unterwelle „C“ und wird einer Teilwelle „a der C“ zugeordnet. Ausgehend vom Hoch dieser Teilwelle erreichte die abwärtsgerichtete Teilwelle „b der C“ ein Tief bei 3995 Punkte.


Im weiteren Handelsverlauf kommt es bei Notierungen oberhalb der MoB 4027 Punkte zu einer direkten Fortsetzung der zuvor ...


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Finanzen > Aktien - 06.03.2011 - LeoTrading.de - Elliott-Wave Analysen

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