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Creditreform erwartet 2009 bis zu 1.700 Unternehmensinsolvenzen

Massiver Wirtschaftseinbruch zwingt Berliner Unternehmer in die Insolvenz

27.01.2009

Die Politik spricht von rettenden Konjunkturpaketen – die Prognosen der Wirtschaftsexperten zeichnen für 2009 dennoch ein düsteres Bild. Für das neue Jahr erwartet Creditreform ein Ansteigen der Unternehmensinsolvenzen in der Bundeshauptstadt auf bis zu 1.700 Fälle. Schon 2008 hat eine Trendumkehr bei den Unternehmenspleiten eingesetzt als 1.480 Fälle die Gerichte in Berlin beschäftigten – das war ein Anstieg um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.


Die Gründe für den zu erwartenden deutlichen Anstieg der Firmenpleiten liegen auf der Hand: 2009 wird für die gesamte Wirtschaft ein schwieriges Rezessionsjahr werden. Die meisten Unternehmen müssen ihre Geschäftserwartungen deutlich nach unten revidieren, die Finanzierungssituation der Unternehmen wird sich verschlechtern, die Forderungsausfälle steigen und die Kreditversicherer ziehen sich aus Teilen des Marktes ganz oder teilweise zurück. Vielen bonitätsschwachen Unternehmen wird die geringere Nachfrage, gepaart mit einer eingeschränkten Kreditvergabe, Schwierigkeiten bereiten. Schon jetzt befürchten 38 Prozent der von Creditreform im November 2008 befragten Unternehmen, dass sie künftig keine Kredite mehr erhalten werden.


Hans-Ulrich Fitz, Pressesprecher bei Creditreform Berlin beschreibt die Krise als Spirale mit vielen Facetten. Schließen Unternehmer ihre Firmen in der Hauptstadt, werden Arbeitnehmer freigesetzt, die am Einkommensminimum leben und nun auf Konsum verzichten. Dies führt letztlich zu einer schwächelnden Konjunktur. Die Krise ist in Berlin bereits zu spüren.“


Insolvenzen kosten viele Arbeitsplätze
Die Zahl der von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffenen Beschäftigten wird sich nach Creditreform Schätzungen bei rund 26.000 Personen allein in Berlin bewegen. Bei einer Großpleite an der Spree könnte diese Zahl sogar noch höher liegen.


Insolvenzgefährdete Branchen in 2009


Wie sich schon im Jahr 2008 abzeichnete, wird die gesamte Autobranche samt Zulieferbetrieben und Kfz-Händlern den Wirtschaftsabschwung besonders deutlich spüren. Merklich steigende Insolvenzzahlen dürften es auch in der Transport- und Logistikwirtschaft sowie in vielen unternehmensnahen Dienstleistungsbereichen, Call Centern und Personalservice-Agenturen geben. Besser sehen die Aussichten für den Hochbau, den Anlagenbau sowie die Elektroinstallationsbranche aus.


Pressekontakt:
Creditreform Berlin
Hans –Ulrich Fitz
Einemstraße 1
10787 Berlin
Tel: 030-212 94-380
eMail:h.fitz@berlin.creditreform.de
www.creditreform.de


von Agentur:
zühlke scholz + partner
Melanie J. Hempel
Markgrafenstraße 12-14
10969 Berlin
Tel: 030 / 40 88 94-39
eMail: m.hempel@zsp-berlin.de
www.zsp-berlin.de


Redaktioneller Hinweis
Creditreform verfügt über die weltweit größte Datenbank über deutsche Unternehmen, verbindet Tradition und Innovation und schafft damit die Basis für sichere, unternehmerische Entscheidungen. Die Produkte aus den Sparten:
Wirtschaftsinformationen, Risikomanagement, Inkasso, Marketing- und Datendienste werden von ca. 165.000 Kunden
europaweit genutzt. Mit über 3.700 Mitarbeitern und 130 selbständigen Geschäftsstellen allein in Deutschland
steht Creditreform Kunden aller Branchen zur Verfügung.


Creditreform Berlin, mit Sitz in der Einemstraße 1 in Berlin Schöneberg, beschäftigt 170 Mitarbeiter. Jährlich werden
in der Hauptstadt mehr als 400.000 Wirtschaftsauskünfte erteilt. Im Inkasso befinden sich ständig ca. 130.000 Forderungen in Bearbeitung. Insgesamt wird in Berlin ein Umsatz in Höhe von ca. 13,5 Millionen Euro erwirtschaftet.



Tags: 012009, 27
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