Die Politik spricht von rettenden Konjunkturpaketen – die Prognosen der Wirtschaftsexperten zeichnen für 2009 dennoch ein düsteres Bild. Für das neue Jahr erwartet Creditreform ein Ansteigen der Unternehmensinsolvenzen in der Bundeshauptstadt auf bis zu 1.700 Fälle. Schon 2008 hat eine Trendumkehr bei den Unternehmenspleiten eingesetzt als 1.480 Fälle die Gerichte in Berlin beschäftigten – das war ein Anstieg um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Gründe für den zu erwartenden deutlichen Anstieg der
Firmenpleiten liegen auf der Hand: 2009 wird für die
gesamte Wirtschaft ein schwieriges Rezessionsjahr werden.
Die meisten Unternehmen müssen ihre Geschäftserwartungen
deutlich nach unten revidieren, die Finanzierungssituation
der Unternehmen wird sich verschlechtern, die
Forderungsausfälle steigen und die Kreditversicherer
ziehen sich aus Teilen des Marktes ganz oder teilweise
zurück. Vielen bonitätsschwachen Unternehmen wird die
geringere Nachfrage, gepaart mit einer eingeschränkten
Kreditvergabe, Schwierigkeiten bereiten. Schon jetzt
befürchten 38 Prozent der von Creditreform im November
2008 befragten Unternehmen, dass sie künftig keine
Kredite mehr erhalten werden.
Hans-Ulrich Fitz, Pressesprecher bei Creditreform Berlin
beschreibt die Krise als Spirale mit vielen Facetten.
Schließen Unternehmer ihre Firmen in der Hauptstadt,
werden Arbeitnehmer freigesetzt, die am Einkommensminimum
leben und nun auf Konsum verzichten. Dies führt letztlich
zu einer schwächelnden Konjunktur. Die Krise ist in
Berlin bereits zu spüren.“
Insolvenzen kosten viele Arbeitsplätze
Die Zahl der von der Insolvenz ihres Arbeitgebers
betroffenen Beschäftigten wird sich nach Creditreform
Schätzungen bei rund 26.000 Personen allein in Berlin
bewegen. Bei einer Großpleite an der Spree könnte diese
Zahl sogar noch höher liegen.
Insolvenzgefährdete Branchen in 2009
Wie sich schon im Jahr 2008 abzeichnete, wird die gesamte
Autobranche samt Zulieferbetrieben und Kfz-Händlern den
Wirtschaftsabschwung besonders deutlich spüren. Merklich
steigende Insolvenzzahlen dürften es auch in der
Transport- und Logistikwirtschaft sowie in vielen
unternehmensnahen Dienstleistungsbereichen, Call Centern
und Personalservice-Agenturen geben. Besser sehen die
Aussichten für den Hochbau, den Anlagenbau sowie die
Elektroinstallationsbranche aus.
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Redaktioneller Hinweis
Creditreform verfügt über die weltweit größte
Datenbank über deutsche Unternehmen, verbindet Tradition
und Innovation und schafft damit die Basis für sichere,
unternehmerische Entscheidungen. Die Produkte aus den
Sparten:
Wirtschaftsinformationen, Risikomanagement, Inkasso,
Marketing- und Datendienste werden von ca. 165.000
Kunden
europaweit genutzt. Mit über 3.700 Mitarbeitern und 130
selbständigen Geschäftsstellen allein in Deutschland
steht Creditreform Kunden aller Branchen zur
Verfügung.
Creditreform Berlin, mit Sitz in der Einemstraße 1 in
Berlin Schöneberg, beschäftigt 170 Mitarbeiter.
Jährlich werden
in der Hauptstadt mehr als 400.000 Wirtschaftsauskünfte
erteilt. Im Inkasso befinden sich ständig ca. 130.000
Forderungen in Bearbeitung. Insgesamt wird in Berlin ein
Umsatz in Höhe von ca. 13,5 Millionen Euro
erwirtschaftet.



