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Auswertung Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand, Frühjahr 2009

Brandenburger Mittelstand spürt die Krise – Ungenügende Geschäftsergebnisse für jeden siebten Unternehmer

11.06.2009

Entlassungen sind die Folge in Brandenburger Betrieben


Nur noch jeder zehnte Unternehmer generiert Umsatzwachstum. 47,1 Prozent der Brandenburger Mittelständler verzeichnen Umsatzeinbußen. Personalabbau und Investitionszurückhaltung sind die Folge.


Nachdem im vergangenen Jahr 52,7 Prozent der befragten brandenburgischen Unternehmen der aktuellen Geschäftslage ihres Unternehmens die Noten „sehr gut“ und „gut“ gaben, ist dieser Anteil im Frühjahr 2009 auf 49,4 Prozent geschrumpft. Mit mangelhaft oder ungenügend urteilt schon jeder siebte Unter-nehmer (13,7 Prozent).


Trotz der Mehrzahl an positiven Meldungen zur Stimmungslage sind die tat-sächlichen Umsatz- und Ertragszahlen der brandenburgischen Unternehmen deutlich schlechter als vor Jahresfrist. So berichtet nur jeder zehnte Betrieb (10,3 Prozent; Vorjahr 15,8 Prozent) davon, einen Umsatzzuwachs generiert zu haben. Gleichzeitig verzeichneten 47,1 Prozent der Befragten (Vorjahr: 26,3 Prozent) Umsatzeinbußen, was einem deutlichen Anstieg um 20,8 Prozentpunkte ent-spricht. Ähnlich schlecht ist die Ertragslage: Nur wenige Betriebe (3,4 Prozent) verbuchten einen Gewinnanstieg, gut 47 Prozent mussten ein Minus hinnehmen.


Negativer Saldo beim Personalbestand


Deutlich mehr Unternehmen als vor einem Jahr (29,9 Prozent; 2008: 21,1 Prozent) mussten ihren Personalbestand im Zuge der Wirtschaftskrise ver-kleinern. Allerdings erhöhte sich auch der Anteil der Brandenburger Betriebe, die ihre Belegschaft aufgestockt haben. Nämlich von 10,5 auf 17,2 Prozent. Der negative Saldo aus Neueinstellungen und Entlassungen signalisiert jedoch, dass mehrheitlich Arbeitsplätze weggefallen sein dürften.


„Am Personal wird oft zuletzt gespart, dennoch lassen sich bei der derzeitigen Wirtschaftslage auch im Mittelstand Entlassungen oft nicht vermeiden“, so Jochen Wolfram, Geschäftsführer Creditreform Berlin, Brandenburg, Frankfurt/ Oder.


Wenig Belebung im zweiten Halbjahr


Die Wirtschafts- und Finanzkrise wird die Brandenburger Mittelständler auch in den kommenden Monaten in Atem halten. Aktuell rechnen 21,8 Prozent der Befragten mit Umsatzsteigerungen im weiteren Jahresverlauf (Vorjahr: 36,8 Prozent). Fast ein Drittel (32,2 Prozent; Vorjahr: 15,8 Prozent) geht davon aus, weniger Umsatz erwirtschaften zu können. Auch die Investitionsbereitschaft ist merklich eingebrochen: Sahen sich im Frühjahr 2008 noch 68 Prozent der Betriebe in der Lage, Investitionen vorzunehmen, so sind es aktuell 41,4 Prozent. Das entspricht einem Rückgang um 26,6 Prozentpunkte.


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Tags: 06, 11, 2009
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