Entlassungen sind die Folge in Brandenburger Betrieben
Nur noch jeder zehnte Unternehmer generiert
Umsatzwachstum. 47,1 Prozent der Brandenburger
Mittelständler verzeichnen Umsatzeinbußen. Personalabbau
und Investitionszurückhaltung sind die Folge.
Nachdem im vergangenen Jahr 52,7 Prozent der befragten
brandenburgischen Unternehmen der aktuellen Geschäftslage
ihres Unternehmens die Noten „sehr gut“ und „gut“
gaben, ist dieser Anteil im Frühjahr 2009 auf 49,4
Prozent geschrumpft. Mit mangelhaft oder ungenügend
urteilt schon jeder siebte Unter-nehmer (13,7 Prozent).
Trotz der Mehrzahl an positiven Meldungen zur
Stimmungslage sind die tat-sächlichen Umsatz- und
Ertragszahlen der brandenburgischen Unternehmen deutlich
schlechter als vor Jahresfrist. So berichtet nur jeder
zehnte Betrieb (10,3 Prozent; Vorjahr 15,8 Prozent) davon,
einen Umsatzzuwachs generiert zu haben. Gleichzeitig
verzeichneten 47,1 Prozent der Befragten (Vorjahr: 26,3
Prozent) Umsatzeinbußen, was einem deutlichen Anstieg um
20,8 Prozentpunkte ent-spricht. Ähnlich schlecht ist die
Ertragslage: Nur wenige Betriebe (3,4 Prozent) verbuchten
einen Gewinnanstieg, gut 47 Prozent mussten ein Minus
hinnehmen.
Negativer Saldo beim Personalbestand
Deutlich mehr Unternehmen als vor einem Jahr (29,9
Prozent; 2008: 21,1 Prozent) mussten ihren Personalbestand
im Zuge der Wirtschaftskrise ver-kleinern. Allerdings
erhöhte sich auch der Anteil der Brandenburger Betriebe,
die ihre Belegschaft aufgestockt haben. Nämlich von 10,5
auf 17,2 Prozent. Der negative Saldo aus Neueinstellungen
und Entlassungen signalisiert jedoch, dass mehrheitlich
Arbeitsplätze weggefallen sein dürften.
„Am Personal wird oft zuletzt gespart, dennoch lassen
sich bei der derzeitigen Wirtschaftslage auch im
Mittelstand Entlassungen oft nicht vermeiden“, so Jochen
Wolfram, Geschäftsführer Creditreform Berlin,
Brandenburg, Frankfurt/ Oder.
Wenig Belebung im zweiten Halbjahr
Die Wirtschafts- und Finanzkrise wird die Brandenburger
Mittelständler auch in den kommenden Monaten in Atem
halten. Aktuell rechnen 21,8 Prozent der Befragten mit
Umsatzsteigerungen im weiteren Jahresverlauf (Vorjahr:
36,8 Prozent). Fast ein Drittel (32,2 Prozent; Vorjahr:
15,8 Prozent) geht davon aus, weniger Umsatz
erwirtschaften zu können. Auch die
Investitionsbereitschaft ist merklich eingebrochen: Sahen
sich im Frühjahr 2008 noch 68 Prozent der Betriebe in der
Lage, Investitionen vorzunehmen, so sind es aktuell 41,4
Prozent. Das entspricht einem Rückgang um 26,6
Prozentpunkte.
Pressekontakt:
Creditreform Berlin
Hans–Ulrich Fitz
Einemstraße 1
10787 Berlin
Tel: 030-212 94-380
eMail:h.fitz@berlin.creditreform.de
www.creditreform.de
von Agentur:
zühlke scholz + partner Agentur für Kommunikation
Melanie J. Hempel
Markgrafenstraße 12-14
10969 Berlin
Tel: 030 / 40 88 94-39
E-Mail: m.hempel@zsp-berlin.de
www.zsp-berlin.de
Redaktioneller Hinweis
Creditreform verfügt über die weltweit größte
Datenbank über deutsche Unternehmen, verbindet Tradition
und Innovation und schafft damit die Basis für sichere,
unternehmerische Entscheidungen. Die Produkte aus den
Sparten: Wirtschaftsinformationen, Risikomanagement,
Inkasso, Marketing- und Datendienste werden von ca.
165.000 Kunden europaweit genutzt. Mit über 3.700
Mitarbeitern und 130 selbständigen Geschäftsstellen
allein in Deutschland steht Creditreform Kunden aller
Branchen zur Verfügung.
Im Creditreform-Verbund Berlin, Brandenburg/Havel und
Frankfurt (Oder) werden 220 Mitarbeiter beschäftigt.
Jährlich werden mehr als 492.000 Wirtschaftsauskünfte
erteilt. Im Inkasso befinden sich ständig ca. 151.000
Forderungen in Bearbeitung. Insgesamt wird ein Umsatz in
Höhe von 15,61 Mio. Euro erwirtschaftet.



