Das Fazit der Creditreform-Untersuchung lautet: Deutlicher Rückgang der Unternehmensinsolvenzen. Die Insolvenzen im Land Brandenburg sind um 8,8 Prozent zurückgegangen. Damit agiert Brandenburg gegen den Bundestrend (Anstieg um 2,2%). Auch die Brandenburger Haushalte können leicht aufatmen. Die Prognose für 2009 zeichnet jedoch ein negatives Bild auf. Im kommenden Jahr wird voraussichtlich bedingt durch die Krise wieder mit einem Zuwachs der Insolvenzen zu rechnen sein.
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Brandenburg ist im
Verlauf des Jahres 2008 um 8,8 Prozent auf insgesamt 730
betroffene Betriebe zurückgegangen. Im Vorjahr waren
hierzulande noch 800 Unternehmensinsolvenzen zu beklagen
gewesen. Damit entwickelte sich die Zahl der
Unternehmensinsolvenzen in Brandenburg entgegen dem
bundesweiten Trend: In Deutschland insgesamt wurden 29.800
Unternehmens-insolvenzen registriert – ein Anstieg um
2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit schneidet das
Land deutlich besser ab, als Berlin. In Berlin liegt der
Anstieg mit 3,5 Prozent sogar noch über dem
Bundestrend.
Bei den Privatinsolvenzen verzeichnet Brandenburg
ebenfalls einen deutlichen Rückgang um 10,8 Prozent auf
insgesamt 5.370 betroffene Personen. Im Jahr 2007 waren
noch 6.020 Insolvenzen zu beklagen gewesen.
Deutschlandweit verringert sich die Zahl der Insolvenzen
von natürlichen Personen auf 126.900 Fälle nach 135.600
im Vorjahr.
Hans-Ulrich Fitz, Leiter Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit bei Creditreform Berlin: „Die
Insolvenzentwicklung in Brandenburg profitierte 2008 noch
einmal von den positiven Wirkungen der Aufschwungjahre
2006 und 2007. Die Finanzmarktkrise und die rasante
Talfahrt der Konjunktur werden im kommenden Jahr jedoch zu
einem Anstieg der Unternehmenspleiten führen.“
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