Die Geschäfte der Brandenburger Handwerksbetriebe laufen schlechter als im Vorjahr, alle Stimmungsindikatoren zeigen deutlich nach unten. Umsatz- und Ertragszahlen in der regionalen Branche leiden unter der Wirtschaftskrise.
27,7 Prozent der von Creditreform Ende Februar befragten
Handwerksunternehmen in Brandenburg beurteilten ihre
momentane Geschäftslage mit den Noten sehr gut oder gut.
Das sind deutlich weniger als im vergangenen Jahr, als
vier von zehn Unternehmen (42,1 Prozent) solch positive
Bewertungen abgaben.
Gestiegen ist zudem die Zahl der Betriebe, die ihrer
Geschäftslage die Noten mangelhaft und ungenügend geben.
Und zwar von 11,8 auf jetzt 18,2 Prozent. Der Saldo der
Geschäftslage rutscht dadurch binnen eines Jahres von
ehemals 30,3 auf 9,5 Punkte (Ostdeutschland: 17,8
Punkte).
Die Aussagen der Brandenburger Handwerksbetriebe zur
aktuellen Umsatz- und Ertragssituation verdeutlichen den
Stimmungsumschwung: Schon mehr als jeder Dritte (35,8
Prozent) musste Umsatzrückgänge verkraften – gut sechs
Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die Hälfte der
Handwerker (49,1 Prozent) litt unter Gewinnrückgängen.
Nur halb so viele Betriebe wie im Frühjahr 2008 (13,8
gegenüber 23,7 Prozent) konnten auf gestiegene Umsätze
zurückblicken.
Die schlechte Auftragslage, ein hoher Kostendruck und
nicht ausgelastete Kapazitäten zwingen die Handwerker
dazu, zunehmend Personal abzubauen: Gab im vergangenen
Jahr noch 27,6 Prozent der regionalen Handwerker an, die
Mitarbeiterzahl im Verlauf der letzten Monate aufgestockt
zu haben, so ist es aktuell nur jeder Zehnte (9,4
Prozent). Gleichzeitig musste rund ein Fünftel (20,8
Prozent) die Personaldecke verkleinern, nachdem es im
Vorjahr nur 14,5 Prozent waren.
Zukunftsaussichten sind düster
Die aktuelle Umsatzentwicklung lässt bereits vermuten, in
welche Richtung der Trend verläuft: abwärts. So gehen
nur 8,2 Prozent der Befragten davon aus, innerhalb des
nächsten Halbjahres mehr Umsatz zu erwirtschaften. Vor
Jahresfrist waren es zweieinhalbmal so viele (21,1
Prozent). Schon vier von zehn Handwerksunternehmen aus
Brandenburg (Vorjahr: 23,7 Prozent) befürchten
Umsatzeinbußen.
Auch die Investitionsbereitschaft im Handwerk ist deutlich
schwächer ausgefallen als 2008. Plante im Frühjahr 2008
noch gut jeder zweite Handwerksbetrieb in Brandenburg
(56,6 Prozent), Investitionen tätigen zu wollen, so sind
es aktuell nur 44 Prozent. Viele werden zudem auf
Erweiterungsinvestitionen verzichten und nur dringend
notwendige Ersatzinvestitionen durchführen.
Dazu Hans-Ulrich Fitz, Leiter Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit Creditreform Berlin: “Die Schwere
der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise verunsichert
die Brandenburger Handwerksbetriebe stark. Die Unternehmen
halten sich mit Investitionen zurück, da sie unter den
gegebenen Vorzeichen nicht wissen, wie die Auftragslage
zur Jahresmitte aussehen wird.“
Pressekontakt:
Creditreform Berlin
Hans-Ulrich Fitz
Einemstraße 1
10787 Berlin
Tel: 030-212 94-380
eMail:h.fitz@berlin.creditreform.de
www.creditreform.de
von Agentur:
zühlke scholz + partner
Melanie J. Hempel
Markgrafenstraße 12-14
10969 Berlin
Tel: 030 / 40 88 94-39
E-Mail: m.hempel@zsp-berlin.de
www.zsp-berlin.de
Redaktioneller Hinweis
Creditreform verfügt über die weltweit größte
Datenbank über deutsche Unternehmen, verbindet Tradition
und Innovation und schafft damit die Basis für sichere,
unternehmerische Entscheidungen. Die Produkte aus den
Sparten: Wirtschaftsinformationen, Risikomanagement,
Inkasso, Marketing- und Datendienste werden von ca.
165.000 Kunden europaweit genutzt. Mit über 3.700
Mitarbeitern und 130 selbständigen Geschäftsstellen
allein in Deutschland steht Creditreform Kunden aller
Branchen zur Verfügung.
Im Creditreform-Verbund Berlin, Brandenburg/Havel und
Frankfurt (Oder) werden 220 Mitarbeiter beschäftigt.
Jährlich werden mehr als 492.000 Wirtschaftsauskünfte
erteilt. Im Inkasso befinden sich ständig ca. 151.000
Forderungen in Bearbeitung. Insgesamt wird ein Umsatz in
Höhe von 15,61 Mio. Euro erwirtschaftet.



