Von Elbe-Elster bis Cottbus – alle Landkreise können in 2008 weniger Insolvenzen verzeichnen. Die Schuldnerquote liegt mit 10,45 Prozent (-1,46 % zu 2007) nur noch leicht über dem bundesweiten Durchschnitt von 10,11 Prozent. Erstmals seit 2004 verzeichnen alle Kreise sinkende Privatinsolvenzen. Die Regionen Brandenburg/Havel und Frankfurt stecken mit 14,51 und 14,11 Prozent aber immer noch tief in der Kreide. In Elbe-Elster und Potsdam-Mittelmark sieht die Haushaltssituation im Vergleich besser aus. Im Vergleich zu Berlin ist ein deutlich stärkerer Rückgang der überschuldeten Haushalte zu verzeichnen.
„Das Land Brandenburg konnte einen deutlichen Rückgang
der Insolvenzfälle verzeichnen. Ob dies spürbar beider
Bevölkerung in den weniger besiedelten Landstrichen
angekommen ist, bleibt abzuwarten. Eine
positiveEntwicklung, gerade in den Ballungsgegenden ist zu
verzeichnen“, so der Berliner Creditreform
GeschäftsführerJochen Wolfram.
Die Farbe Rot dominiert jedoch noch immer den
SchuldnerAtlas von Brandenburg – wenn auch mit Tendenz
zu Orange.
Wirtschaftsexperte Jochen Wolfram mag jedoch nicht von
einem stabilen Trend sprechen. „Es kann sich um ein
Strohfeuer handeln. Die Finanzkrise könnte eine neue
Schwemme von Insolvenzen nach sich ziehen. Wenn
Unternehmer nicht mehr einstellen, steigt die
Arbeitslosenzahl und damit auch wieder die Zahl der
Insolvenzen. Eine genaue Prognose lässt sich aber noch
nicht fassen. Heute können wir nur mit Sicherheit sagen,
dass dies die niedrigsten Zahlen seit 2004 sind“.
Stichtag für die Untersuchung war der 1. Oktober 2008.
Insgesamt wurden 230.000 Schuldner in Brandenburg
registriert.
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