Viele in internationale Wertpapiere angelegte Fonds haben in den letzten 12 Monaten besser abgeschlossen als entsprechende Börsenindizes. Dabei hatten es die Fondsmanager in den letzten Jahren nicht einfach, gegen die immer beliebter werdenden Indexfonds zu bestehen. Dies hatte sicherlich seine berechtigten Gründe und lag häufig an dem schlechteren Abschneiden bei der Performance als auch an den deutlich gestiegenen Kosten.
Doch nach dem Misstrauen in den Menschen = Fondsmanager, die scheinbar viel verkehrt gemacht haben, kam mit der Finanzkrise der Zweifel in die Maschinen = Indexprodukten.
Im derzeitigen Jahr wandelte sich das Bild. Gerade bei internationalen Aktienfonds zeigte sich ganz klar, was tatkräftige und gute Fondsmanager wert sind. Dabei gewinnen die tatkräftigen Fondsmanager von den extremen Kursschwankungen und nutzten diese optimal. Renditen im deutlichen zweistelligen Bereich sind keine Besonderheit.
Dass sich die Fondsmanager den globalen wirtschaftlichen Entwicklungen nicht enthalten können, erwartet niemand, sie können jedoch Verluste minimieren und versuchen, Marktentwicklungen früh zu erkennen und sich zu positionieren.
Prüfen wir stellvertretend das Börsenjahr 2009. Wir haben ein klassisches Umbruchjahr, bei dem eine aktive Aktienauslese gegenüber Indexfonds wesentliche Vorteile aufweist. Dadurch, dass die Indexfonds den Index eins zu eins darstellen und Indizes zum Ende eines Zyklus meist von einer Branche beherrscht werden, bleibt es nicht aus, dass in Aktienwerte angelegt wird, die ihren Horizont bereits überschritten haben. Ein sehr schönes Beispiel war das Jahr 2000, bei dem Technologie und Telekom eine große Bedeutung eingenommen hatten.
Gewinner jeder Umbruchphase sind die Zukunftswerte. In diese Zukunftswerte placiert der tatkräftige Fondsmanager schwerpunktmäßig oder - anders ausgedrückt - in Qualität.
Damit besteht die Schwierigkeit für Vermittler und Anleger nur noch darin, herauszufinden, mit welchen der aktiv gemanagten Fonds sie besser fahren.
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