Frankfurt am Main, 5. Mai 2009 (mpr) - Was sind die Ursachen und die langfristigen Auswirkungen der aktuellen Finanzkrise? Welche Aktienstrategien sind in solchen Marktphasen überlegen und wo findet der Rentenfonds-Manager aktuell werthaltige Anlagemöglichkeiten?
Dies sind einige Themen der diesjährigen sechsten Acatis-Value-Konferenz am Freitag, dem 5. Juni 2009 ganztags in der Veranstaltungsgalerie im Städelmuseum in Frankfurt am Main. Zielgruppe der Konferenz sind institutionelle Investoren. Die Teilnahmegebühr beträgt 500 Euro.
Als Referenten sind vorgesehen Dr. Hendrik Leber, ACATIS (Frankfurt), Dr. Conrad Mattern, Conquest Investment Advisory (Feldkirchen), Eric Le Coz, Carmignac Gestion (Paris), Prof. Dr. Max Otte, Fachhochschule Worms, Balázs Szegner, Equilor (Budapest), PD Dr. Stefan Schneckenburger, Technische Universität Darmstadt, Martin Wilhelm, IfK Institut für Kapitalmarkt (Kiel) und Robert Vinall, RV Capital (Kilchberg, Schweiz).
"Um zu Empfehlungen zukünftiger Investitionsstrategien zu kommen, werden wir analysieren, wie sich Anleger vor und während der Krise verhalten haben, wie man die jetzige Lage aus historischer Sicht bewerten kann und welche Schlussfolgerungen sich aus vergangenen Schieflagen ziehen lassen", kündigt Leber an. Nach seiner Einschätzung erfordert eine Wiederherstellung des Eigenkapitals etwa ein Jahrzehnt an Sparanstrengungen.
Dr. Conrad Mattern möchte anschließend zeigen, wie man behavioristische Muster - Angst und Gier - in der Finanzwelt durch quantitative und qualitative Zeitreihenanalysen erkennen kann, und welche Schlussfolgerungen Investoren daraus ziehen können.
Eric Le Coz wird in seinem Vortrag die Methodik von Carmignac Gestion und ihre Umsetzung beschreiben. Mehr denn je ist in Krisenzeiten eine präzise globale Analyse der weltwirtschaftlichen Lage notwendig, um im Fondsmanagement erfolgreich zu sein und vorhandene Wachstumspotenziale zu identifizieren. Die Trends und Erfolgsgaranten von morgen müssen heute erkannt werden.
Prof. Max Otte ist neben seiner Tätigkeit
als Bestsellerautor (Der Crash kommt) und Direktor des
IFVE Instituts für Vermögensentwicklung GmbH Professor
für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Finanzierung.
Er wird die aktuelle Finanzkrise in historischen
Zusammenhängen darstellen und über die
lateinamerikanischen Schuldenkrisen seit 1824, über die
South Sea Bubble, die Japan- und Asienkrise, den Crash von
1929 und die Krise von 1982 sowie über Parallelen zur
aktuellen Situation sprechen.
Einen Einblick in die sich häufenden Umschuldungen und
Rückkaufsprogramme im Anleihebereich wird Martin Wilhelm
geben, IfK Institut für Kapitalmarkt. Aktuelle
Entwicklungen an den Märkten sind sein Thema: wo sehen
wir Value und Chancen im 2. Halbjahr 2009?
Wie findet man mittelfristig in der turbulenten Finanzkrise einen sicheren Weg nach oben? Was muss man tun, um zuverlässig in fünf Jahren zu den Gewinnern zu gehören? Robert Vinall, RV Capital GmbH, glaubt, dass Value Investing ein optimales Modell darstellt, um erfolgreich durch die Finanzkrise zu navigieren. Er erläutert die Kernideen des Value Investing und ihre Anwendung in der jetzigen Zeit anhand einiger Fallbeispiele ebenso wie die Fallen, die Anleger unbedingt vermeiden sollten.
Weitere Vorträge der Konferenz, die in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfindet und sich an institutionelle Investoren aus Versicherungen, Versorgungswerken, Pensionsfonds, Dachfonds, Family Offices, Vermögensverwaltungen, Banken und Sparkassen wendet, befassen sich mit den Themen "Auch Staaten können pleite gehen - zum Beispiel Ungarn" (Balázs Szegner, Equilor, Budapest), "Leben und Katastrophen - Leben mit Katastrophen (PD Dr. Stefan Schneckenburger, Technische Universität Darmstadt) und im Rahmen einer fakultativ angebotenen Führung "Katastrophen in der Kunst" zu ausgewählten Werken im Städel-Museum (Dr. Claudia Giani-Leber, Arte Giani, Frankfurt am Main).
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