Ratingen, Juli 2010. Kartenzahlung ist nach wie vor das Zahlverfahren der Wahl, wenn es um Sicherheit vor Betrug geht. Denn während das Aufkommen von Falschgeld in Deutschland 2009 zunahm, tragen die Maßnahmen der deutschen Kreditwirtschaft zur Eindämmung der Zahlungskartenkriminalität Früchte: Der Betrug mit Debitkarten ist deutlich rückläufig. In erster Linie ist dies dem entschlossene Handeln aller beteiligten Parteien zu verdanken. Es sorgte mithin dafür, dass Schäden durch betrügerische Kartenkriminalität minimiert wurden. Dies bestätigen eine aktuelle Untersuchung der im Auftrag der deutschen Kreditwirtschaft agierenden EURO Kartensysteme GmbH (EKS), Zahlen der Deutschen Bundesbank sowie die Polizeiliche Kriminalstatistik 2009.
Falschgeldbetrug nimmt zu
Die Polizeiliche Kriminalstatistik meldet für das Jahr 2009 eine Zunahme der in Verkehr gebrachten Blüten um 21,5%.[1] Laut Bundesbank verursachten diese mit 3,1 Mio. Euro einen nominell um 0,4 Mio. EUR geringeren Schaden gegenüber 2008; die Fälschungen waren im Vergleich zum Vorjahr mehrheitlich Scheine mit geringerem Nennwert. Zu den beliebtesten Fälschungen gehören demnach 50- sowie 20-Euro-Scheine. Gemeinsam machten diese 77% der festgestellten Blüten aus.[2] Durch das erhöhte Falschgeldaufkommen wächst für Verbraucher aber dennoch die statistische Wahrscheinlichkeit, Opfer von Falschgeldbetrug zu werden.
Maßnahmen gegen Kartenbetrug zeigen Wirkung
Schäden durch Kartenbetrug im Handel konnten im
gleichen Zeitraum erfolgreich bekämpft werden. So nahm
die Zahl der von der Polizei erfassten Fälle von
Debitkartenbetrug ohne PIN um 14%, der Betrug mit PIN um
2,2% im Vergleich Vorjahresniveau ab.[1] Zwar stieg die
Anzahl der Angriffe auf Geldautomaten und
Türöffnersysteme. Doch die enge und nachhaltige
Zusammenarbeit der Kreditinstitute und der
Zahlungsdienstleister, wie beispielsweise dem Marktführer
easycash, trug Früchte: Im Vergleich zum starken Anstieg
2008 stagnierte 2009 die Zahl der Betrugsdelikte – und
das, obwohl der Anteil der Kartenzahlung am Gesamtumsatz
des Einzelhandels um 1,5% auf 37,5% zunahm.[3] Eine
zentrale Rolle bei der Bekämpfung des Betruges von
Debitkarten ohne Verwendung der PIN kommt dem EHI Retail
Institute zufolge der KUNO-Datenbank [4], einem
Gemeinschaftsprojekt der Polizei, des Handels und der
Zahlungsverkehrsdienstleister, zu. Sie verzeichnete 2009
eine Abnahme der Sperrmeldungen um 4,4% in Relation zum
Vorjahr.[5] „Vor dem Hintergrund der Europäisierung von
Zahlungsarten unter dem Stichwort SEPA ist es erfreulich
zu sehen, wie durch eine Zusammenarbeit von Staat und
Wirtschaft beim kostengünstigen und ausfallsicheren ELV
Sicherheitslücken geschlossen werden können,“
kommentiert Marco Atzberger, Mitglied der
Geschäftsleitung im EHI, die positive Entwicklung der
KUNO-Datenbank.
Auch Investitionen in gezielte Prävention,
Aufklärungsarbeit und technische Sicherungen zahlten sich
aus. Überdies konnten die Strafverfolgungsbehörden 164
Täter dingfest machen.
Insgesamt liegt der Gesamtschaden durch Betrug bei
Debitkarten im niedrigen Promillebereich des gesamten
Zahlungsverkehrsvolumens von 136,9 Mrd. Euro.[3] Schäden,
die Verbrauchern durch Manipulationen an Geldautomaten
oder POS-Terminals entstehen, werden überdies von der
Kreditwirtschaft ersetzt. Falschgeld hingegen wird
eingezogen und die entstandenen Ausfälle tragen, von
wenigen Ausnahmen abgesehen, die betroffenen Verbraucher.
Kreditkarten und Daten im Fokus der Kriminellen
Einen Anstieg weist die Polizeiliche Kriminalstatistik
im Bereich des Betruges mit Kreditkarten und Daten von
Zahlungskartendaten aus. Ursächlich ist hier in erster
Linie die Kriminalität im Internet. International
operierende Banden handeln dort Kreditkarten und deren
Daten, mit Vorliebe auch von Bundesbürgern: Diese gelten
als sehr solvent. Die Cyberkriminellen verursachten einen
Zuwachs von 13% im Bereich des Betruges mit Kreditkarten
und 68,6% beim Betrug mit Daten von Zahlungskarten.[1]
Um diesen Taten wirkungsvoll entgegenzutreten zu können,
sehen Experten vor allem den Gesetzgeber in der Pflicht:
Behörden müssen sowohl personell als auch im Hinblick
auf die Möglichkeiten der Strafverfolgung gestärkt
werden. Desweiteren appellieren sie an die Vorsicht der
Verbraucher, die allzu leichtfertig Daten im Internet
preisgäben und den Straftätern so ihr Tun
erleichtern.
[1] Quelle: Polizeiliche
Kriminalstatistik 2009
[2] Quelle: Deutsche Bundesbank, 2010
[3] Quelle: EHI Retail Institute, „EHI-Research: Zahlung
und Kundenbindung per Karte“, 2010
[4] Kriminalitätsbekämpfung im Unbaren Zahlungsverkehr
unter Nutzung nichtpolizeilicher
Organisationsstrukturen
[5] Quelle: EHI Retail Institute, 2010
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Über easycash
Seit 1992 entwickelt easycash marktgerechte Lösungen für den kartengestützten bargeldlosen Zahlungsverkehr. Deutschlands größter Payment-Provider bietet umfassenden Service aus einer Hand und deckt mit den Geschäftsfeldern POS-Infrastruktur, Payment-Processing, Issuing-Processing, Acquiring, Payment-Services sowie Card- und Loyalty Solutions alle relevanten Bereiche kartengestützter Zahlungslösungen ab.
easycashs Produktpalette umfasst benutzerfreundliche Terminals, leistungsstarke Lösungen im Bereich der Transaktionsabwicklung und darauf abgestimmte Zusatzleistungen. Das Unternehmen verfügt über Acquiring-Lizenzen aller gängigen Debit- und Kreditkarten. Sämtliche Zahlverfahren werden unterstützt und deren individuelle Kombination ermöglicht. Durch das eigene Zahlverfahren OLV® ist easycash größter Lastschriftprozessor mit der aussagekräftigsten Sperrdatei im deutschen Markt. Umfangreiche Dienstleistungen, kundenspezifische Lösungen sowie ein eigenes Kartenmanagement- und Abrechnungssystem, das die Integration individueller Kartenlösungen in die bestehende POS-Infrastruktur ermöglicht, runden das Full-Service-Portfolio ab.
easycash beschäftigt über 360 Mitarbeiter und betreut 92.000 Händler mit 265.000 Terminals. Die abgewickelten Zahlungsverkehrstransaktionen beliefen sich 2009 auf knapp 1 Mrd. Transaktionen. Ein Drittel hiervon Zahlungsvorgänge per girocard und Maestro; damit ist easycash Marktführer bei der Verarbeitung von girocard- und Maestro-Transaktionen. Das Unternehmen weist ein abgewickeltes Zahlungsverkehrsvolumen von rund 52 Mrd. Euro aus.
Ende 2009 wurde easycash von Ingenico, dem führender Anbieter von Zahlungslösungen übernommen (Euronext: FR0000125346 – ING). In 140 Ländern weltweit sind 15 Millionen Ingenico-Terminals im Einsatz; 2.850 Mitarbeiter bieten Händlern, Banken und Dienstleistern weltweit innovative und sichere Lösungen im Bereich der elektronischen Zahlverfahren.
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Über easycash Loyalty Solutions
Kernkompetenz der easycash Loyalty Solutions GmbH ist die Entwicklung, Implementierung und Betreuung individueller Kundenkartenprogramme. Von Gutschein-, Bonus- sowie Kunden-Karten bis hin zu Marketing-Services bietet das Unternehmen leistungsfähige Lösungen zur effektiven Bestandskundenpflege und Neukundengewinnung. Mit OPAL verfügt der Spezialist für Kundenbindungsmanagement über eine webbasierte, währungsübergreifende und mehrsprachige Software-Plattform, die maßgeschneiderte und effiziente Prozesse ermöglicht.
Der Marktführer für Kundenbindungskonzepte in Deutschland betreibt europaweit eine Vielzahl unterschiedlichster Programme. easycash Loyalty Solutions betreut insgesamt mehr als 21 Mio. Kundenkonten und verarbeitete 2009 30 Mio. Zahlungs- und Bonustransaktionen. Das in Hamburg ansässige Unternehmen beschäftigt 75 Mitarbeiter.
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