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Gesundheitsreform: Finanzierung der GKV unverändert

Nur private Krankenversicherungen bilden Altersrückstellungen

01.10.2008

Auch nach der Gesundheitsreform bleibt die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung unverändert: Die Beiträge werden im Umlageverfahren erhoben, Rückstellungen für die Zukunft nicht gebildet. Anders die private Krankenversicherung: „Die Altersrückstellungen aller Unternehmen im Markt liegen heute bereits bei über 120 Milliarden Euro“, sagt Manuela Kiechle, Vorstandsmitglied der privaten Krankenversicherer der Versicherungskammer Bayern (Bayerische Beamtenkrankenkasse AG und Union Krankenversicherung AG).


Die private Krankenversicherung sei darum besser auf die demographischen Herausforderungen der kommenden Jahre eingestellt: Im Umlageverfahren der gesetzlichen Krankenversicherung werden die einbezahlten Beiträge aller Versicherten sofort verbraucht, um die erbrachten Leistungen zu finanzieren. Doch die demographische Entwicklung gefährdet dieses System: Denn in Zukunft stehen immer weniger Einzahlern immer mehr Rentner gegenüber. Bereits in zwanzig Jahren werden mehr Menschen zwischen 60 und 80 Jahre alt sein als zwischen 20 und 40.


„Das belastet die gesetzliche Krankenversicherung gleich doppelt“, betont Manuela Kiechle. Auf der einen Seite gebe es deutlich weniger Beitragszahler, auf der anderen Seite seien die Gesundheitsausgaben bei einem 60-Jährigen im Vergleich zu denen eines 20-Jährigen im Durchschnitt mehr als doppelt so hoch. Ein Anstieg der Ausgaben bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen sei daher unvermeidbar. Für Manuela Kiechle gibt es nur zwei Auswege aus dieser Situation für die gesetzliche Krankenkasse: „Um das Leistungsniveau zu halten, müssten die Beiträge entsprechend erhöht - oder bei konstanten Beiträgen die gesetzlichen Leistungen eingeschränkt werden.“


Nur privat Versicherte bauen Altersrückstellungen auf
Anders ist die Situation in der privaten Krankenversicherung: „Privat Versicherte bauen von Beginn über ihre Beiträge eine Altersrückstellung auf, die zur Beitragsentlastung im Alter führt“, unterstreicht Manuela Kiechle. Ein privat Versicherter zahle in jungen Jahren einen höheren Beitrag, als für seine Altersstufe nötig wäre - diese Mittel werden in der Altersrückstellung angesammelt und auch verzinst. Im Alter werden diese Rückstellungen aufgelöst, um den Beitrag im Vergleich zu den tatsächlich verursachten Kosten günstiger zu halten.


Wer also auf kalkulierbare Beiträge im Alter vertrauen will und später nicht auf Gesundheitsleistungen verzichten möchte, sollte daher noch 2008 in die private Krankenversicherung wechseln, empfehlen die beiden Krankenversicherer der Versicherungskammer Bayern. „Sie ermöglicht hochwertige medizinische Leistungen und gewährt dem Kunden lebenslang den Versicherungsschutz, für den er sich beim Abschluss seines Vertrages entschieden hat“, sagt Manuela Kiechle.


Der Konzern Versicherungskammer Bayern ist bundesweit der größte öffentliche Versicherer und ist unter den Top Ten der Erstversicherer platziert. 2007 erzielte der Allsparten-Versicherer 5,66 Mrd. Euro Beitragseinnahmen und beschäftigte etwa 6.500 Mitarbeiter. An jedem Arbeitstag zahlt das Unternehmen seinen Kunden rund 17 Mio. Euro an Versicherungsleistungen aus. Jedes Jahr werden mehr als 2,8 Mio. Versicherungs- und Leistungsfälle bearbeitet, das sind rund 1.500 pro Arbeitsstunde. Mit seinen regional tätigen Gesellschaften ist das Unternehmen in Bayern, der Pfalz, im Saarland sowie in Berlin und Brandenburg tätig; im Krankenversicherungsgeschäft zusammen mit den anderen öffentlichen Versicherern bundesweit.


Herausgegeben von der
Versicherungskammer Bayern
Maximilianstraße 53
80537 München


Für Rückfragen
Claudia Scheerer, Pressesprecherin
Tel. (089) 2160-3050, Fax -3009
Thomas Bundschuh, stv. Pressesprecher
Tel. (089) 2160-1775, Fax -3009
E-Mail:
presse@vkb-krankenversicherung.de
Internet: www.vkb-krankenversicherung.de



Tags: gesundheit, gesundheitsreform, krankenversicherung, private, wechsel
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