Auch nach der Gesundheitsreform bleibt die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung unverändert: Die Beiträge werden im Umlageverfahren erhoben, Rückstellungen für die Zukunft nicht gebildet. Anders die private Krankenversicherung: „Die Altersrückstellungen aller Unternehmen im Markt liegen heute bereits bei über 120 Milliarden Euro“, sagt Manuela Kiechle, Vorstandsmitglied der privaten Krankenversicherer der Versicherungskammer Bayern (Bayerische Beamtenkrankenkasse AG und Union Krankenversicherung AG).
Die private Krankenversicherung sei darum besser auf die demographischen Herausforderungen der kommenden Jahre eingestellt: Im Umlageverfahren der gesetzlichen Krankenversicherung werden die einbezahlten Beiträge aller Versicherten sofort verbraucht, um die erbrachten Leistungen zu finanzieren. Doch die demographische Entwicklung gefährdet dieses System: Denn in Zukunft stehen immer weniger Einzahlern immer mehr Rentner gegenüber. Bereits in zwanzig Jahren werden mehr Menschen zwischen 60 und 80 Jahre alt sein als zwischen 20 und 40.
„Das belastet die gesetzliche Krankenversicherung gleich
doppelt“, betont Manuela Kiechle. Auf der einen Seite
gebe es deutlich weniger Beitragszahler, auf der anderen
Seite seien die Gesundheitsausgaben bei einem 60-Jährigen
im Vergleich zu denen eines 20-Jährigen im Durchschnitt
mehr als doppelt so hoch. Ein Anstieg der Ausgaben bei
gleichzeitig sinkenden Einnahmen sei daher unvermeidbar.
Für Manuela Kiechle gibt es nur zwei Auswege aus dieser
Situation für die gesetzliche Krankenkasse: „Um das
Leistungsniveau zu halten, müssten die Beiträge
entsprechend erhöht - oder bei konstanten Beiträgen die
gesetzlichen Leistungen eingeschränkt werden.“
Nur privat Versicherte bauen Altersrückstellungen
auf
Anders ist die Situation in der privaten
Krankenversicherung: „Privat Versicherte bauen von
Beginn über ihre Beiträge eine Altersrückstellung auf,
die zur Beitragsentlastung im Alter führt“,
unterstreicht Manuela Kiechle. Ein privat Versicherter
zahle in jungen Jahren einen höheren Beitrag, als für
seine Altersstufe nötig wäre - diese Mittel werden in
der Altersrückstellung angesammelt und auch verzinst. Im
Alter werden diese Rückstellungen aufgelöst, um den
Beitrag im Vergleich zu den tatsächlich verursachten
Kosten günstiger zu halten.
Wer also auf kalkulierbare Beiträge im Alter vertrauen
will und später nicht auf Gesundheitsleistungen
verzichten möchte, sollte daher noch 2008 in die private
Krankenversicherung wechseln, empfehlen die beiden
Krankenversicherer der Versicherungskammer Bayern. „Sie
ermöglicht hochwertige medizinische Leistungen und
gewährt dem Kunden lebenslang den Versicherungsschutz,
für den er sich beim Abschluss seines Vertrages
entschieden hat“, sagt Manuela Kiechle.
Der Konzern Versicherungskammer Bayern ist bundesweit der größte öffentliche Versicherer und ist unter den Top Ten der Erstversicherer platziert. 2007 erzielte der Allsparten-Versicherer 5,66 Mrd. Euro Beitragseinnahmen und beschäftigte etwa 6.500 Mitarbeiter. An jedem Arbeitstag zahlt das Unternehmen seinen Kunden rund 17 Mio. Euro an Versicherungsleistungen aus. Jedes Jahr werden mehr als 2,8 Mio. Versicherungs- und Leistungsfälle bearbeitet, das sind rund 1.500 pro Arbeitsstunde. Mit seinen regional tätigen Gesellschaften ist das Unternehmen in Bayern, der Pfalz, im Saarland sowie in Berlin und Brandenburg tätig; im Krankenversicherungsgeschäft zusammen mit den anderen öffentlichen Versicherern bundesweit.
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