Wer sich für eine private Krankenversicherung entscheidet, kann unter bestimmten Voraussetzungen sofort ärztliche Leistungen beanspruchen, auch wenn grundsätzlich Wartezeiten gelten. Diese entfallen beispielsweise bei einem Unfall oder wenn jemand den Versicherer wechselt und dabei keine Lücke im Versicherungsschutz entsteht.
Generell wird zwischen einer „allgemeinen" und einer
„besonderen“ Wartezeit unterschieden. Die allgemeine
Wartezeit beträgt drei Monate. Die besondere Wartezeit
von acht Monaten betrifft nur Entbindung, Psychotherapie,
Zahnersatz, Zahnbehandlung und Kieferorthopädie.
Auf eine ärztliche Versorgung im Notfall muss aber
niemand verzichten. „Die allgemeine Wartezeit entfällt
generell bei Unfällen“, erklärt Manuela Kiechle,
Vorstandsmitglied der privaten Krankenversicherer der
Versicherungskammer Bayern (Bayerische Beamtenkrankenkasse
AG und Union Krankenversicherung AG). Allerdings muss der
Vertrag zum Unfallzeitpunkt bereits abgeschlossen
sein.
Bei einem Wechsel der Versicherung ist deshalb ein
nahtloser Übergang wichtig, um Wartezeiten zu vermeiden
und einen lückenlosen Versicherungsschutz zu
gewährleisten. Dabei wird bei gesetzlich Versicherten,
die in die private Krankenversicherung wechseln, die
gesetzliche Krankenversicherung als Vorversicherung
anerkannt; gleiches gilt, wenn man lückenlos von einem
privaten Krankenversicherer zum neuen Unternehmen
wechselt.
Pflegeversicherung und Wartezeit
In der Pflegeversicherung gilt – gesetzlich wie privat
– eine Wartezeit von zwei Jahren, bevor Leistungen in
Anspruch genommen werden können. Bei einem nahtlosen
Übergang von einer gesetzlichen oder privaten
Pflegeversicherung werden jedoch die
Vorversicherungszeiten angerechnet.
Weitere Informationen zum Thema unter http://www.vkb-krankenversicherung.de.
Herausgegeben von der
Versicherungskammer Bayern
Maximilianstraße 53
80537 München
Der Konzern Versicherungskammer Bayern ist bundesweit
der größte öffentliche Versicherer und ist unter den
Top Ten der Erstversicherer platziert. 2007 erzielte der
Allsparten-Versicherer 5,66 Mrd. Euro Beitragseinnahmen
und beschäftigte etwa 6.500 Mitarbeiter. An jedem
Arbeitstag zahlt das Unternehmen seinen Kunden rund 17
Mio. Euro an Versicherungsleistungen aus. Jedes Jahr
werden mehr als 2,8 Mio. Versicherungs- und
Leistungsfälle bearbeitet, das sind rund 1.500 pro
Arbeitsstunde. Mit seinen regional tätigen Gesellschaften
ist das Unternehmen in Bayern, der Pfalz, im Saarland
sowie in Berlin und Brandenburg tätig; im
Krankenversicherungsgeschäft zusammen mit den anderen
öffentlichen Versicherern bundesweit.
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